Wußten Sie, dass ...

300000 Kilometer  laufen Ihre Füße innerhalb eines 70-jährigen Lebens
70000 Nervenenden laufen in jedem Ihrer Füße zusammen
250 Kilogramm lasten beim Joggen als Spitzendruck auf Ihren Füßen
60 % aller Menschen in Deutschland weisen im Jugendalter bereits Fußfehlstellungen auf
26 (28) Knochen fein aufeinander abgestimmt, zählt jeder Ihrer Füße
2 sensomotorische Organe stellen Ihre Füße für den Laufmechanismus dar

Ihre Füße sind ein wichtiges Glied in der Kette Ihres gesamten Laufapparates. Fuß, Knie, Hüfte, Becken, Rücken - wenn es mit einem der Gelenke „klemmt", sind alle anderen meist auch davon betroffen und reagieren. Das ganze Bewegungssystem ist voneinander abhängig. Deshalb tauchen Schmerzen nicht immer beim verursachenden Gelenk auf. Sehr oft liegt die Ursache bei den Füßen. Dabei werden wir mit gesunden Füßen geboren - aber bereits im Jugendalter weisen etwa 60 % der Menschen Fuß-Fehlstellungen auf. Die Folgen sind vorprogrammiert - aber nicht endgültig, wenn man rechtzeitig reagiert.

 

Hallux Rigidus - Arthrose im Großzehengrundgelenk

Als Hallux Rigidus wird der Gelenkverschleiß im Großzehengrundgelenk bezeichnet. Ähnlich wie beim Hallux Valgus scheint auch bei dieser Form der Arthrose eine genetische Veranlagung eine große Rolle zu spielen. Doch auch Fehlstellungen wie der Knick-Senkfuß führen zu einer erhöhten Belastung des Großzehengrundgelenks und können zu einer verstärkten Knorpelabnutzung beitragen. Als Reaktion auf den Knorpelverschleiß entstehen Entzündungen im Großzehengrundgelenk. Diese können sogar chronisch werden und enorme Schmerzen beim Abrollen über die Großzehe verursachen. Vor gar nicht allzu langer Zeit folgte man dem Therapieansatz, den großen Zeh mittels statischer Einlage oder gar operativem Eingriff zu versteifen. Heute erkennt man, dass eine Gelenkbeweglichkeit die Grundlage für eine ausreichende Knorpelernährung und damit langsameren Verschleiß bildet. Mit sensomotorischen Einlagen von footpower kann die hauptsächliche Fußbewegung auf den Rück- und Mittelfuß verlagert werden – damit wird die Druckbelastung auf die Großzehe erheblich reduziert. Gleichzeitig bleibt jedoch ein Mindestmaß an schmerzfreier Bewegungsfreiheit für die Großzehe gewährleistet. In Kombination mit manueller Therapie und Fußgymnastik kann die sensomotorische Einlagenversorgung den Arthroseprozess hinauszögern und die Schmerzsituation positiv beeinflussen.

Hallux Valgus - Großzehenschiefstand

Ein mittlerweile sehr weit verbreitetes Leiden vor allem bei Frauen ist der Großzehenschiefstand – der so genannte Hallux Valgus. Hierbei drängt das Großzehengrundgelenk stark nach außen, während der große Zeh nach innen ausweicht. Druckschmerzen und Rötungen auf dem Innenballen und langfristig eine Deformierung und Krallenzehenbildung der anderen Zehen zählen zu den typischen Beschwerdebildern. Oft wird die Suche nach passendem Schuhwerk eine regelrechte Herausforderung. Neben genetischer Veranlagung wird der Großzehenschiefstand durch zu hohes und schmales Schuhwerk, Übergewicht, Bewegungsmangel und  Gelenkinstabilität begünstigt. Auch Fußfehlstellungen wie der Knick-Senkfuß können einen Hallux Valgus verursachen. Dabei senkt sich das Fußgewölbe sehr stark ab, Muskelsehnen geraten unter Spannung und die Großzehe wird verstärkt in die Schieflage gezogen. In diesem Fall können sensomotorische Einlagen von footpower das Fußgewölbe mittels Muskelaktivierung wieder aufrichten. Mit therapiebegleitender Fußgymnastik kann sich das Belastungsgefüge der zuvor gespannten Muskelsehnen wieder ausbalancieren. Erfahrungsgemäß lässt sich bei frühzeitiger Behandlung der meist fortschreitende Prozess des Hallux Valgus verlangsamen.

Plantarfasziitis und Fersensporn

Bei der Plantarfasziitis handelt es sich um eine Entzündung der Sehnenplatte, die entlang der Fußsohle verläuft. Fehl- und Überlastung, Übergewicht, und Fußfehlstellungen wie Hohl- oder Knick-Senkfuß sind als Ursachen für die Entzündung bekannt. Eine unbehandelte Plantarfasziitis kann schnell zu einem Fersensporn führen: Am Ansatz der Sehnenplatte im hinteren Bereich der Fußsohle entwickeln sich Kalkablagerungen als Abwehrreaktion auf die Entzündung. Die dornenartige Verknöcherung, der Fersensporn, entsteht. Zusätzliche Belastungen auf diese Verhärtung können Entzündungen der Weichteile verursachen, die den Sporn umgeben. Ein anfangs punktuell stechender, brennender oder auch dumpfer Schmerz ist die Folge, der langfristig in den gesamten Fuß und sogar bis in den Unterschenkel ausstrahlen kann.

Metatarsalgie - Spreizfußbeschwerden

Kribbeln, Taubheitsgefühl oder auch stechende Schmerzen unter den Fußballen kennen die meisten Patienten mit Spreizfußbeschwerden. Bei Spreizfüßen weichen die Mittelfußknochen auseinander. Der Fuß wird im Ballenbereich breiter und die Druckbelastung auf den mittleren Vorfuß nimmt im Gehen und Stehen zu. Vor allem Knochen und Gelenke leiden unter dem großen Gewicht, das sie nun tragen müssen. Aber auch Nervenstränge, die zwischen den Mittelfußknochen hindurchlaufen, können durch die übermäßige Belastung eingequetscht werden. Die Haut reagiert nicht selten mit Schwielenbildung oder Hühneraugen. Schmerzen sind vorprogrammiert. Durch die individuelle Gestaltung des Reliefs sensomotorischer Einlagen werden die Muskeln in Füßen und Waden so aktiviert, dass die Fehlstellung des Fußes eigenständig korrigiert wird. Die übermäßige Belastung auf den Vorfuß wird reduziert und eine gleichmäßige Druckbelastung über den gesamten Fuß erreicht. Zusätzlich können bei Bedarf Polstermaterialen im Fußballenbereich wohltuende Entlastung für punktuelle Überlastung schaffen.