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		<title>Stabübergabe bei footpower</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Administrator]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 14:51:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einem großen Fest für Mitarbeiter und Weggefährten wurde bei Footpower Gießen am 7. Februar der Generationenwechsel gefeiert. Lothar Jahrling, der das Unternehmen gegründet hat, gibt den Staffelstab an seinen Sohn Jens und Dr. Manuel König weiter.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-background-position:left top;--awb-border-sizes-top:0px;--awb-border-sizes-bottom:0px;--awb-border-sizes-left:0px;--awb-border-sizes-right:0px;--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:calc( 1170px + 0px );margin-left: calc(-0px / 2 );margin-right: calc(-0px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-1"><p style="font-size: 30px; line-height: 42px;"><strong>Mit einem großen Fest für Mitarbeiter und Weggefährten wurde bei Footpower Gießen am 7. Februar der Generationenwechsel gefeiert. Lothar Jahrling, der das Unternehmen gegründet hat, gibt den Staffelstab an seinen Sohn Jens und Dr. Manuel König weiter.</strong></p>
</div><div class="fusion-image-element" style="--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1200" height="1000" alt="Betriebsübergabe footpower" title="betriebsuebergabe_footpower" src="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/betriebsuebergabe_footpower.webp" class="img-responsive wp-image-2227" srcset="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/betriebsuebergabe_footpower-200x167.webp 200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/betriebsuebergabe_footpower-400x333.webp 400w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/betriebsuebergabe_footpower-600x500.webp 600w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/betriebsuebergabe_footpower-800x667.webp 800w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/betriebsuebergabe_footpower.webp 1200w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 800px" /></span></div><div class="fusion-text fusion-text-2"><p>Lothar Jahrling hat Möglichkeiten gesehen, wo andere es für unmöglich gehalten haben“, beschrieb Jochen Obrecht, langjähriger Weggefährte, Vorstandskollege bei der Frankfurter Bildungsgemeinschaft und Freund, eine der herausragenden Eigenschaften Jahrlings. Er erinnerte an die Anfänge der sensomotorischen Einlagenversorgung, als die „Buckeleinlagen“ von vielen belächelt worden seien. Doch die sensomotorischen Einlagen nach Jahrling seien eine echte Pionierleistung im Handwerk. Mit kompromissloser Zielstrebigkeit und fachlicher Kompetenz habe Lothar Jahrling das Konzept mit großem Erfolg ausgebaut. „Bewegung ermöglichen“, das sei es gewesen, was ihn angetrieben habe, sagte Lothar Jahrling im Rückblick auf sein Berufsleben. Dabei habe er immer die Lernfähigkeit seiner Patienten ausgenutzt. Die sensomotorischen Einlagen sollten ihnen den Raum geben, dass sie sich entwickeln können, immer nach dem Motto „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Einen kongenialen Partner darin fand Lothar Jahrling in Dr. Peter Bernius, der speziell in der Kinderorthopädie durch innovative Operationsmethoden die Voraussetzung für mehr Bewegung schuf, die durch die Einlagen von Lothar Jahrling befördert und dauerhaft etabliert werden konnte. Aus der fachlichen Zusammenarbeit sei eine wunderbare Freundschaft entstanden, bekannte Peter Bernius in seiner Ansprache. Die gemeinsame Arbeit an den Patienten habe beide mit Vorträgen und Workshops um die ganze Welt geführt. Footpower Gießen wurde 1991 von Lothar und Kornelia Jahrling als „Orthopädieschuhtechnik Jahrling“ gegründet. Über die Jahre entwickelte sich der Betrieb zu einem überregional anerkannten Kompetenzzentrum für sensomotorische Einlagen, in dem zunehmend auch Spitzensportler versorgt wurden. Mit der Gründung des Tochterunternehmens Feetcontrol in Gummersbach wurde der Weg für eine digitale Vorfertigung geebnet. Die 2006 gegründete Footpower Service GmbH ermöglichte es Kollegen, das Konzept der sensomotorischen Fußversorgung auch in ihrem Betrieb umzusetzen. An diesem Abend galt Lothar Jahrlings Dank ganz besonders seinen Mitarbeitern und Mitstreitern, welche diese Entwicklung möglich gemacht hätten: „Vielen Dank, dass Ihr Vertrauen hattet zu meinen verrückten Ideen“. Zum 1. Januar 2026 haben nun Jens Jahrling und Dr. Manuel König die Leitung des Unternehmens übernommen. Beide können schon auf mehrjährige Erfahrung im Unternehmen zurückblicken. Jens Jahrling entschied sich nach der Ausbildung zum Physiotherapeuten für die Orthopädieschuhtechnik und legte 2022 seine Meisterprüfung ab. Dr. Manuel König lernte bei Lothar Jahrling das Orthopädieschuhmacher-Handwerk, bevor er nach Köln zum Studium der Sportwissenschaft ging und später an der Universität Jena im Fach Medizinwissenschaft promovierte. Vor seiner Rückkehr nach Gießen im Jahr 2019 war er einige Jahre bei Footpower tätig, unter anderem als Leiter der Footpower-Akademie. Ganz zurückziehen wird sich Lothar Jahrling noch nicht. Er wird dem Unternehmen mit seiner Erfahrung und seinem Knowhow weiterhin beratend zur Seite stehen. „Vertrauen entsteht nicht durch Titel“, erklärte Manuel König in seiner Ansprache. Vertrauen entstehe, wenn man wisse, wofür jemand steht und welche Werte er hat. In diesem Sinne präsentierten er und Jens Jahrling, wie sie das Unternehmen weiterentwickeln wollen. Auch wenn es in Zukunft mehr Digitalisierung und Automatisierung geben werde, bleibe die Grundhaltung gleich, betonten sie. „Wir bauen Einlagen, um Bewegung zu verändern“. Dabei gehe es um Verantwortung und nicht den Erfolg um jeden Preis. Es gehe um die Zeit am Menschen und die Lösungen, mit denen Bewegung wieder selbstverständlich wird. Das werde auch weiterhin im Mittelpunkt allen Handelns stehen.</p>
<p><em>(Wolfgang Best, Chefredakteur <a href="https://ostechnik.de/" target="_blank" rel="noopener">Orthopädieschuhtechnik</a>)</em></p>
</div><div ><a class="fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type" target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2026/07/staffeluebergabe_footpower_OST.pdf"><i class="fa-arrow-down fas awb-button__icon awb-button__icon--default button-icon-left" aria-hidden="true"></i><span class="fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default">Original Bericht (PDF)</span></a></div></div></div></div></div>
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		<title>KI unterstützt die Konstruktion</title>
		<link>https://www.footpower.de/2026/07/02/ki_unterstuetzt_die_konstruktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Administrator]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 14:51:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Künstliche Intelligenz wird heute zunehmend auch in der Herstellung von Hilfsmitteln eingesetzt. Bei Footpower in Gießen soll die KI die Konstruktion von Einlagen unterstützen. Dadurch soll mehr Zeit für die Untersuchung des Patienten zur Verfügung stehen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-background-position:left top;--awb-border-sizes-top:0px;--awb-border-sizes-bottom:0px;--awb-border-sizes-left:0px;--awb-border-sizes-right:0px;--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:calc( 1170px + 10px );margin-left: calc(-10px / 2 );margin-right: calc(-10px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:15px;--awb-spacing-right-large:5px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:5px;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:5px;--awb-spacing-left-medium:5px;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:5px;--awb-spacing-left-small:5px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-3"><p style="font-size: 30px; line-height: 42px;">Künstliche Intelligenz wird heute zunehmend auch in der Herstellung von Hilfsmitteln eingesetzt. Bei Footpower in Gießen soll die KI die Konstruktion von Einlagen unterstützen. Dadurch soll mehr Zeit für die Untersuchung des Patienten zur Verfügung stehen.</p>
</div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:15px;--awb-spacing-right-large:5px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:5px;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:5px;--awb-spacing-left-medium:5px;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:5px;--awb-spacing-left-small:5px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-4"><p>Das, was Footpower stark gemacht hat, war immer die Zeit am Menschen“, sagt Dr. Manuel König. „Wir hören zu, wir ‚begreifen‘, wir schauen hin und wir nehmen Menschen ernst.“ Dabei stehen nicht die Defizite der Patienten im Mittelpunkt, die natürlich auch erkannt und erfasst werden, sondern vor allem die Potenziale des Kunden, also das, was er durch sein Hilfsmittel erreichen kann.</p>
<p>„Wir bauen Einlagen, um Bewegung zu verändern“, betont König, „wir wollen Bedingungen schaffen, in denen Bewegung wieder selbstverständlich wird, in denen Menschen ihrem Körper wieder vertrauen.“ Dabei seien nicht nur Daten und Messwerte, sondern die Beziehung zum Patienten, das Zuhören und Aufeinander-Reagieren ein wesentlicher Faktor.</p>
<p>Doch diese Zeit am Patienten zu erhalten, werde angesichts steigender Kosten und wachsender Bürokratie immer schwieriger. Da an der Qualität der Produkte auf keinen Fall gespart werden soll, geht man bei Footpower deshalb den Weg, den Prozess der Konstruktion mit Hilfe Künstlicher Intelligenz teilweise zu automatisieren.</p>
<p>Schon jetzt werden etwa 60 Prozent der Einlagen bei Footpower mit CAD konstruiert und anschließend gefräst. Dies bedeutet in der Praxis, dass die Platzierung und die Höhe der jeweiligen Einlagenelemente vom Experten auf das Einlagenmodell im Rechner übertragen werden müssen. Diese Platzierung erfolgt bei Footpower bislang noch händisch und soll künftig mit Unterstützung einer KI automatisiert werden.</p>
<p>Bei der Untersuchung und im Gespräch mit dem Patienten ändert sich nichts. Auch die Vorarbeit für die Produktion bleibt im Wesentlichen gleich. „Wie die Einlage aussehen soll, ist aufgrund der Untersuchung und dem Kontakt mit dem Patienten bereits definiert“, erklärt Manuel König: Wie dick und lang soll sie sein? Welche Funktionselemente werden benötigt? Wo müssen sie platziert werden und wie hoch sollen sie sein? Diese Daten werden schon jetzt in der Maßkabine digital erfasst. Neu ist, dass sie in Form einer XML-Datei für die Konstruktion der Einlagen zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p>Basis für die automatisierte Konstruktion ist ein 2D-Fußscan, der mit einem Flachbettscanner oder einem Podoskop mit Kamera aufgenommen werden kann. Die Herausforderung ist, dass die KI auf dem zweidimensionalen Bild nicht nur den Umriss des Fußes erkennt, sondern auch die anatomischen Regionen des Fußes exakt zuordnen kann.</p>
<p>Das erscheint zunächst einfacher, als es in der Praxis ist. „Man hat nicht immer ein optimales Bild vom Fuß“, sagt Henning Seide, Diplom-Produkt-Designer und selbstständiger Spezialist für Computational Design, der für die technische Umsetzung zuständig ist. Manchmal sei noch ein Stück der Hose mit auf dem Scan oder ein Teil des anderen Fußes. Das müsse das System selbstständig erkennen und aussortieren.</p>
<p>Hinzu kommt, dass Füße unterschiedlich sind, nicht nur, wenn sie ausgeprägte Fehlformen oder Deformitäten aufweisen. Und dennoch sollte die KI die Funktionselemente der Einlage individuell und passgenau für den Patienten platzieren. Deshalb kommt es sehr darauf an, dass die anatomischen Landmarken am Fuß, wie zum Beispiel das Großzehen-Grundgelenk, die Basis Metatarsale V oder die Ferse, genau erkannt und bestimmt werden. Mit Hilfe einer eigens entwickelten Bildanalyse-Software auf Basis von Open-Source-Modellen konnte die automatische Erkennung der Fußanatomie gelöst werden.</p>
</div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-3 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:15px;--awb-spacing-right-large:5px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:5px;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:5px;--awb-spacing-left-medium:5px;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:5px;--awb-spacing-left-small:5px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-5"><h4>KI beinhaltet die Erfahrung und die Philosophie des Betriebes</h4>
</div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-4 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:50%;--awb-margin-top-large:15px;--awb-spacing-right-large:5px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:5px;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:5px;--awb-spacing-left-medium:5px;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:5px;--awb-spacing-left-small:5px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-image-element" style="--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-2 hover-type-none"><img decoding="async" width="1000" height="1137" alt="Dr. Manuel König, footpower Gießen" title="dr_manuel_koenig_footpower" src="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/dr_manuel_koenig_footpower.webp" class="img-responsive wp-image-2279" srcset="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/dr_manuel_koenig_footpower-200x227.webp 200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/dr_manuel_koenig_footpower-400x455.webp 400w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/dr_manuel_koenig_footpower-600x682.webp 600w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/dr_manuel_koenig_footpower-800x910.webp 800w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/dr_manuel_koenig_footpower.webp 1000w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 400px" /></span></div><div class="fusion-text fusion-text-6" style="--awb-margin-top:20px;"><p><em>Dr. Manuel König, footpower Gießen</em></p>
</div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-5 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:50%;--awb-margin-top-large:15px;--awb-spacing-right-large:5px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:5px;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:5px;--awb-spacing-left-medium:5px;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:5px;--awb-spacing-left-small:5px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-image-element" style="--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-3 hover-type-none"><img decoding="async" width="1000" height="1137" alt="Henning Seide, footpower Gießen" title="henning_seide_footpower" src="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/henning_seide_footpower.webp" class="img-responsive wp-image-2281" srcset="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/henning_seide_footpower-200x227.webp 200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/henning_seide_footpower-400x455.webp 400w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/henning_seide_footpower-600x682.webp 600w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/henning_seide_footpower-800x910.webp 800w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/henning_seide_footpower.webp 1000w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 400px" /></span></div><div class="fusion-text fusion-text-7" style="--awb-margin-top:20px;"><p><em>Dr. Manuel König, footpower Gießen</em></p>
</div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-6 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:15px;--awb-spacing-right-large:5px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:5px;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:5px;--awb-spacing-left-medium:5px;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:5px;--awb-spacing-left-small:5px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-8"><p>Im nächsten Schritt wurde das System darauf trainiert, die Positionen der Pelotten und Funktionselemente anhand der Fußgeometrie zu berechnen und zu platzieren. Das ging nicht ohne die Erfahrung der Mitarbeiter, die teils seit Jahrzehnten Einlagen schleifen oder konstruieren und genau wissen, wo am individuellen Fuß die Pelotte platziert werden muss. „KI läuft nicht ohne den Fachmann“, betont Henning Seide. „Der Fachhandwerker ist im Trainingsprozess unersetzlich.“ Nur er wisse, wo die Wirkpunkte bei den unterschiedlichen Fußformen liegen. Er sei es, der in der Entwicklung die Bilder trainiere und so das Wissen und die Erfahrung des Unternehmens in eine valide Datenbasis überführe – die Grundlage für die Automatisierung des Prozesses. „Deshalb ist eine KI, die in einem Unternehmen trainiert wurde, auch nicht ohne Weiteres auf andere Orthopädieschuhtechnik-Betriebe übertragbar“, sagt Henning Seide. „In den gelernten Regeln ist immer auch die individuelle Versorgungsphilosophie des Unternehmens eingeschrieben.“ Die ersten Versuche seien sehr vielversprechend gewesen, berichtet Seide. „Wir waren verblüfft, dass wir gleich so dicht am gewünschten Ergebnis dran waren.“</p>
<p>In einem weiteren Schritt wurde die KI darauf trainiert, nicht nur eine automatisierte Konstruktion von Pelotten anhand anatomischer Landmarken vorzunehmen, sondern direkt die Wirkpunkte am Fuß zu erkennen, also zum Beispiel, wo die höchste Stelle der Pelotte sein soll. Auch in dieser Phase war die Erfahrung der Mitarbeiter die unverzichtbare Grundlage des Trainings. Denn speziell bei einer Einlagenversorgung, bei der die sensomotorischen Prinzipien berücksichtigt werden sollen – der Schwerpunkt von Footpower –, müssen die Pelotten genau sitzen, damit sie auch die gewünschte Wirkung entfalten können. Dies bedeutet zum Beispiel, dass man der KI genau sagen muss, wo bei den unterschiedlichen Fußformen jeweils die Tibialis-posterior-Pelotte platziert werden muss. Hunderte von digitalisierten Füßen wurden so von den Mitarbeitern von Footpower bearbeitet und markiert. Über das fortlaufende Training soll es der KI möglich werden, auf der Basis der bei der Fußuntersuchung erhobenen Daten und den Vorgaben des Untersuchers selbstständig einen Konstruktionsvorschlag für die Einlage zu erstellen.</p>
</div><div class="fusion-image-element" style="--awb-margin-top:20px;--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-4 hover-type-none"><img decoding="async" width="1400" height="857" alt="Füße Scan mit KI" title="fuesse-scan-ki-footpower-giessen" src="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/fuesse-scan-ki-footpower-giessen.webp" class="img-responsive wp-image-2285" srcset="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/fuesse-scan-ki-footpower-giessen-200x122.webp 200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/fuesse-scan-ki-footpower-giessen-400x245.webp 400w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/fuesse-scan-ki-footpower-giessen-600x367.webp 600w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/fuesse-scan-ki-footpower-giessen-800x490.webp 800w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/fuesse-scan-ki-footpower-giessen-1200x735.webp 1200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/fuesse-scan-ki-footpower-giessen.webp 1400w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 800px" /></span></div><div class="fusion-text fusion-text-9" style="--awb-margin-top:20px;"><p><em>Füße sind unterschiedlich. Für die Unterstützung der Konstruktion muss die KI in der Lage sein, die anatomisch richtige Position der Einlagenelemente selbstständig zu finden.</em></p>
</div><div class="fusion-image-element" style="--awb-margin-top:50px;--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-5 hover-type-none"><img decoding="async" width="1400" height="1039" alt="KI-Einlagenkonstruktion bei footpower Gießen" title="ki_einlagenkostruktion_footpower_giessen" src="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/ki_einlagenkostruktion_footpower_giessen.webp" class="img-responsive wp-image-2288" srcset="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/ki_einlagenkostruktion_footpower_giessen-200x148.webp 200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/ki_einlagenkostruktion_footpower_giessen-400x297.webp 400w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/ki_einlagenkostruktion_footpower_giessen-600x445.webp 600w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/ki_einlagenkostruktion_footpower_giessen-800x594.webp 800w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/ki_einlagenkostruktion_footpower_giessen-1200x891.webp 1200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/ki_einlagenkostruktion_footpower_giessen.webp 1400w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 800px" /></span></div><div class="fusion-text fusion-text-10" style="--awb-margin-top:20px;"><p><em>Einlagenkonstruktion mit KI: Links ist der Fuß im Originalbild des Podoskops zu sehen. In der Mitte die Kontrollansicht mit den von der KI gefundenen Landmarken des Fußes. Die rechte Abbildung zeigt das Ergebnis der automatisierten Einlagenkonstruktion.</em></p>
</div><div class="fusion-image-element" style="--awb-margin-top:50px;--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-6 hover-type-none"><img decoding="async" width="1400" height="820" alt="Fertige KI-Einlagenkonstruktion bei footpower Gießen" title="darstellung-einer-ki-einlage-footpower-giessen" src="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/darstellung-einer-ki-einlage-footpower-giessen.webp" class="img-responsive wp-image-2290" srcset="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/darstellung-einer-ki-einlage-footpower-giessen-200x117.webp 200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/darstellung-einer-ki-einlage-footpower-giessen-400x234.webp 400w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/darstellung-einer-ki-einlage-footpower-giessen-600x351.webp 600w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/darstellung-einer-ki-einlage-footpower-giessen-800x469.webp 800w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/darstellung-einer-ki-einlage-footpower-giessen-1200x703.webp 1200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/darstellung-einer-ki-einlage-footpower-giessen.webp 1400w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 800px" /></span></div><div class="fusion-text fusion-text-11" style="--awb-margin-top:20px;"><p><em>Darstellung einer fertig konstruierten Einlage auf der Basis des Vorschlags der KI zur Platzierung der Einlagenelemente.</em></p>
</div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-7 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:5px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:5px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:5px;--awb-spacing-left-medium:5px;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:5px;--awb-spacing-left-small:5px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-12"><h4>KI ersetzt nicht den Experten</h4>
</div><div class="fusion-text fusion-text-13"><p>Aktuell befindet sich das System noch in der Testphase, in der unter anderem die Ergebnisse der KI mit denen der herkömmlichen Konstruktionsweise verglichen werden. Bei Footpower verfolgt man nicht das Ziel einer kompletten Automatisierung der Konstruktion und Fertigung. Die Entscheidung über die Einlage soll auch weiterhin beim Experten liegen, der den Patienten untersucht hat und dessen individuelle Bedürfnisse kennt. Er soll und kann den Vorschlag der KI einfach anpassen und mit Schiebereglern die Größe und Position der Elemente verändern.</p>
<p>Der Vorteil dabei: Die Zeit für die Konstruktion verkürzt sich erheblich. Wenn der Fuß gescannt ist und alle Daten zur Untersuchung im System erfasst sind, liegt der Konstruktionsvorschlag vor, noch während der Kunde in der Maßkabine ist. In der Praxis könnte die Fachkraft deshalb zukünftig die Einlagenkonstruktion noch in der Maßkabine gemeinsam mit dem Patienten abschließen und direkt als Datei in die Produktion geben.</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-14"><h4>Patienten suchen den persönlichen Kontakt</h4>
</div><div class="fusion-text fusion-text-15"><p>„Mit der Digitalisierung und Automatisierung sollen Menschen nicht ersetzt werden“, betont Manuel König, „sie sollen mehr Zeit erhalten, damit sie am und mit dem Kunden die beste Lösung entwickeln können.“</p>
<p>Die aktuellen Entwicklungen in der Online-Einlagenversorgung hat Manuel König dabei durchaus im Blick. Natürlich werde es Kunden geben, die sich ein Abdruckset bei einem Online-Anbieter bestellen, weil sie die Zeit nicht aufbringen wollen, zum Orthopädieschuhmacher oder ins Sanitätshaus zu gehen – und sie würden ihre Einlagen bekommen, ohne dass sich ein Fachmann den Fuß angeschaut hat. Dennoch ist König zuversichtlich, dass zumindest in absehbarer Zukunft die Mehrheit der Kunden weiterhin den direkten Kontakt zu echten Menschen suchen wird: zu Fachleuten, die sich mit ihnen und ihren Beschwerden auseinandersetzen, den Fuß persönlich in die Hand nehmen, ihn untersuchen und auf dieser Grundlage eine individuelle Lösung entwickeln. Genau das sei für viele Kunden nach wie vor entscheidend. Aus demselben Grund ist König überzeugt, dass Kunden auch technische Neuerungen willkommen heißen werden. Entscheidend sei, dass Unternehmen klar und transparent kommunizieren, dass Technisierung und Automatisierung nicht Selbstzweck sind, sondern einer sorgfältigeren Befundung und damit einem besseren Produkt dienen. Dann, so König, könnten auch Kunden, die bislang reine Handarbeit bevorzugen, diese Entwicklung nachvollziehen – und anfänglich kritische Stimmen überzeugt werden.</p>
<p><em>(Wolfgang Best, Chefredakteur <a href="https://ostechnik.de/" target="_blank" rel="noopener">Orthopädieschuhtechnik)</a></em></p>
</div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-8 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-padding-top:20px;--awb-padding-right:20px;--awb-padding-bottom:20px;--awb-padding-left:20px;--awb-bg-color:var(--awb-color3);--awb-bg-color-hover:var(--awb-color3);--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:15px;--awb-spacing-right-large:5px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:5px;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:5px;--awb-spacing-left-medium:5px;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:5px;--awb-spacing-left-small:5px;" data-scroll-devices="small-visibility,medium-visibility,large-visibility"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-16"><p>Das Unternehmen wurde 1991 von Lothar und Kornelia Jahrling als „Orthopädieschuhtechnik Jahrling“ gegründet. Lothar Jahrling war einer der Pioniere der sensomotorischen Einlagenversorgung und baute den Betrieb zum Kompetenzzentrum für diese Versorgung aus. 1999 wurde gemeinsam mit zwei Gesellschaftern das Tochterunternehmen Feetcontrol zur CNC-gestützten Herstellung von Einlagen gegründet. Der Stammbetrieb wurde 2001 in Footpower Gießen umbenannt. 2006 wurde gemeinsam mit Partnern die Footpower Service GmbH, ebenfalls mit Sitz in Gummersbach, gegründet, die ein Franchisesystem sowie mit der Footpower-Akademie Ausbildungskonzepte im Bereich Sensomotorik anbot. Das Franchisesystem bestand zeitweise aus 50 Partnern, überwiegend im DACH-Raum. Aufgrund von Veränderungen im Markt wurde das Franchise-System zum Ende des Jahres 2025 eingestellt und die Footpower-Akademie wurde in die Firma Feetcontrol integriert.</p>
<p>Ebenfalls zum Jahresende 2025 schied Firmengründer Lothar Jahrling aus der Geschäftsleitung von Footpower Gießen aus. Er übergab den Betrieb an seinen Sohn Jens Jahrling und Dr. Manuel König, die beide schon seit Jahren in unterschiedlichen Funktionen im Unternehmen tätig sind.</p>
</div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-9 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:15px;--awb-spacing-right-large:5px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:5px;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:5px;--awb-spacing-left-medium:5px;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:5px;--awb-spacing-left-small:5px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div ><a class="fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-2 fusion-button-default-span fusion-button-default-type" target="_self" href="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2026/07/Footpower_KI-unterstuetzt-Konstruktion_OST_6_2026.pdf"><span class="fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default">Original Bericht (PDF)</span></a></div></div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.footpower.de/2026/07/02/ki_unterstuetzt_die_konstruktion/">KI unterstützt die Konstruktion</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.footpower.de">footpower</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sensomotorische Einlagen bei Parkinson-Patienten</title>
		<link>https://www.footpower.de/2025/10/06/kurzfristige_effekte_sensomotorischer_einlagen_auf_gangsicherheit_bei_parkinson_patienten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Administrator]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2025 11:45:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.footpower.de/?p=2295</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sensomotorische Einlagen könnten die Gangstabilität von Menschen mit Parkinson positiv beeinflussen. Eine Studie untersucht ihre kurzfristigen Effekte auf Motorik, neuronale Aktivität und das Sicherheitsempfinden beim Gehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.footpower.de/2025/10/06/kurzfristige_effekte_sensomotorischer_einlagen_auf_gangsicherheit_bei_parkinson_patienten/">Sensomotorische Einlagen bei Parkinson-Patienten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.footpower.de">footpower</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-3 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-background-position:left top;--awb-border-sizes-top:0px;--awb-border-sizes-bottom:0px;--awb-border-sizes-left:0px;--awb-border-sizes-right:0px;--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:calc( 1170px + 10px );margin-left: calc(-10px / 2 );margin-right: calc(-10px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-10 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:15px;--awb-spacing-right-large:5px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:5px;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:5px;--awb-spacing-left-medium:5px;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:5px;--awb-spacing-left-small:5px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-17"><h4 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated">Kurzfristige Effekte sensomotorischer Einlagen auf die Gangsicherheit bei Parkinson-Patienten</h4>
</div><div class="fusion-text fusion-text-18"><p>Die Parkinson-Krankheit (PK) ist häufig mit Gangstörungen assoziiert, die das Sturzrisiko erhöhen und die Alltagsmobilität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Sensomotorische Einlagen wurden entwickelt, um über die Modulation der plantaren Wahrnehmung Einfluss auf die Motorik zu nehmen und auf diese Weise potenziell die Gangstabilität zu verbessern. Die vorliegende Studie untersuchte die kurzfristigen Effekte solcher Einlagen bei Personen mit PK hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf neuronale Aktivierungsmuster, kinematische Gangparameter (einschließlich Ganggeschwindigkeit, Schrittfrequenz, Schrittlänge und Schrittlängenvariabilität) sowie auf das subjektive Empfinden der Gangstabilität. Insgesamt nahmen 16 Patientinnen und Patienten an einem standardisierten Gangparadigma teil, das jeweils mit sensomotorischen und Placeboeinlagen durchgeführt wurde.</p>
</div><div class="fusion-image-element" style="--awb-margin-top:20px;--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-7 hover-type-none"><img decoding="async" width="800" height="445" alt="footpower-einlage-fuer-parkinson-patient" title="footpower-einlage-fuer-parkinson-patient" src="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2025/10/footpower-einlage-fuer-parkinson-patient.webp" class="img-responsive wp-image-2302" srcset="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2025/10/footpower-einlage-fuer-parkinson-patient-200x111.webp 200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2025/10/footpower-einlage-fuer-parkinson-patient-400x223.webp 400w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2025/10/footpower-einlage-fuer-parkinson-patient-600x334.webp 600w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2025/10/footpower-einlage-fuer-parkinson-patient.webp 800w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 800px" /></span></div><div class="fusion-text fusion-text-19" style="--awb-margin-top:20px;"><p><em>Sensomotorische Einlage: Positionierung, Höhen- und Formgebung basierten auf dem durch den Orthopädieschuhtechniker erhobenen Palpationsbefund sowie des Fußabdrucks.</em></p>
</div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-11 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:15px;--awb-spacing-right-large:5px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:5px;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:5px;--awb-spacing-left-medium:5px;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:5px;--awb-spacing-left-small:5px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-20"><p>Die Analyse der kinematischen Daten ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Einlagenbedingungen. Dennoch berichtete ein Großteil der Teilnehmenden eine subjektive Verbesserung der Gangstabilität beim Tragen der sensomotorischen Einlagen. Auf neurophysiologischer Ebene zeigte sich ein leichter Anstieg der Theta-Band-Aktivität, was als Hinweis auf eine verstärkte aufmerksamkeitsgesteuerte Gangkontrolle interpretiert werden kann. Eine signifikante Abnahme der Alpha-Band-Aktivität – ein Marker für eine effizientere sensomotorische Verarbeitung – konnte hingegen nicht nachgewiesen werden.</p>
<p>Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass sensomotorische Einlagen kurzfristig kognitive Aspekte der Gangregulation sowie das subjektive Sicherheitsempfinden positiv beeinflussen könnten, während unmittelbare Veränderungen sensomotorischer Verarbeitungsprozesse und kinematischer Gangmerkmale bei PK-Patienten bislang nicht eindeutig belegt werden konnten. Die begrenzte Stichprobengröße stellt eine wesentliche Einschränkung der Studie dar und limitiert die statistische Aussagekraft der Befunde. Um die potenzielle Wirksamkeit sensomotorischer Einlagen umfassend zu bewerten, sind zukünftige Untersuchungen mit größeren Stichproben sowie Studien, die auch langfristige Effekte und funktionelle Konsequenzen einbeziehen, erforderlich.</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-21"><h4>Einleitung</h4>
</div><div class="fusion-text fusion-text-22"><p>Die Parkinson-Erkrankung (PK) zählt zu den häufigsten neurodegenerativen Störungen und geht mit ausgeprägten motorischen Defiziten einher. Besonders das Gangbild ist häufig beeinträchtigt, was sich in einer eingeschränkten Mobilität, einem höheren Sturzrisiko sowie erhöhter Morbidität und Mortalität niederschlägt. Im Vergleich zu gesunden, altersentsprechenden Personen zeigen Menschen mit PK signifikante Abweichungen im Gangmuster, darunter eine verringerte Schrittgeschwindigkeit, kürzere Schrittlänge, veränderte Schrittfrequenz, reduzierte Kopf-Rumpf-Koordination, verkürzte Stützphasendauer und eingeschränktes Armschwingen. Darüber hinaus sind bei Betroffenen sowohl räumliche als auch zeitliche Gangparameter deutlich variabler und asymmetrischer ausgeprägt [1].</p>
<p>Neben diesen kinematischen Auffälligkeiten sind auch funktionelle und strukturelle Veränderungen in Hirnregionen, die mit der Gangkontrolle assoziiert werden, dokumentiert. Im Vergleich zu Jüngeren oder Gesunden vergleichbaren Alters wird bei PK-Patienten eine höhere kortikale Aktivierung während des gewöhnlichen Gehens berichtet. Insbesondere wurde eine verstärkte Aktivierung des präfrontalen Kortex (PFC), der supplementär-motorischen Areale (SMA), des prämotorischen Kortex (PMC) sowie des primär-sensomotorischen Kortex (SMC) beobachtet, was auf eine kompensatorische Inanspruchnahme höherer kortikaler Strukturen hinweist. Die Aktivierung des präfrontalen Kortex konnte zudem mit spezifischen Gangparametern in Zusammenhang gebracht werden [2]. Die Analyse der neuronalen Aktivität erfolgte in den meisten Fällen mittels Elektroenzephalografie (EEG). Veränderungen der EEG-Leistung in niederfrequenten Bändern wurden dabei mit motorischen Dysfunktionen assoziiert.</p>
<p>Typischerweise zeigt sich bei PK-Patienten eine erhöhte Aktivität im Theta-Band (4–7 Hz) sowie eine verstärkte Aktivität im oberen Alpha-Band (10–12 Hz), was auf eine ineffiziente Verarbeitung somatosensorischer Informationen und damit verbundene erhöhte kognitive Beanspruchung – insbesondere im Sinne gesteigerter Aufmerksamkeitsanforderungen – hindeutet [3].</p>
<p>Vor dem Hintergrund dieser veränderten sensomotorischen Informationsverarbeitung ist zudem bekannt, dass viele Menschen mit PK eine reduzierte plantare Fußsensibilität aufweisen, die mit einem erhöhten Sturzrisiko korreliert [4]. Die Mechanorezeptoren der Fußsohle spielen eine zentrale Rolle bei der Rückmeldung sensomotorischer Reize, welche essenziell für Gleichgewichtserhalt und Gangsteuerung sind. Ein vielversprechender Ansatz zur Förderung dieser Rückmeldung stellt der Einsatz von sensorisch stimulierenden Einlagen dar. Diese Einlagen sind mit strukturierten Oberflächen versehen, die eine gezielte Reizung niedrigschwelliger kutaner Rezeptoren ermöglichen [4]. Durch die taktile Stimulation wird eine verbesserte Weiterleitung mechanischer Reize – etwa durch Druck oder Vibration – an das zentrale Nervensystem angestrebt. Daraus ergibt sich die Hypothese, dass eine verbesserte sensomotorische Integration zu einer effektiveren Gleichgewichts- und Gangregulation führen und damit die Gangstabilität erhöhen kann [5].</p>
<p>Während der positive Einfluss stimulierender Einlagen auf kinematische Parameter wie Gehgeschwindigkeit, Schrittlänge, Kadenz und Variabilität in vielen Untersuchungen bestätigt werden konnte [4], konnten andere Arbeiten wiederum keine signifikanten Veränderungen feststellen [6]. Dabei wurden vorwiegend kurzfristige Effekte untersucht, obwohl anzunehmen ist, dass sich lokomotorische Anpassungen eher mittelfristig einstellen. Da sich hingegen neuronale Reaktionen häufig bereits unmittelbar nach Reizsetzung messen lassen, könnte die Kombination kinematischer mit neuronalen Messgrößen einen besseren Zugang zu kurzfristigen Anpassungsvorgänge ermöglichen. Dennoch existieren bislang keine Studien, die kinematische und neurophysiologische Effekte sensorisch stimulierender Einlagen bei PK synchron untersucht haben. Einzig eine Untersuchung von Kenny et al. [7] mit jungen, gesunden Erwachsenen verglich die stimulierenden Einlagen (Stim) mit Placeboeinlagen, allerdings im beidbeinigen Stehen. Die reduzierte zentro-parietale Aktivität im oberen Alpha-Band sowie die verminderten Schwankungen des Körperschwerpunkts sprechen für eine intensivierte sensorische Rückkopplung durch eine taktile Fußsohlenstimulation.</p>
<p>Ziel der vorliegenden Studie war es daher, die Auswirkungen sensomotorisch stimulierender Einlagen auf kinematische und neuronale Parameter bei Parkinson-Patienten zu untersuchen. Die Teilnehmenden führten wiederholt ein standardisiertes Gangparadigma in ihren eigenen Schuhen durch, wobei sie zwei Einlagentypen (Placebo vs. stimulierend) trugen. Zur Minimierung potenzieller Carry-over-Effekte wurde zwischen beiden Bedingungen eine Washout-Phase ohne Einlagen eingefügt.</p>
<p>Im Hinblick auf die neuronalen Messgrößen wurden beim Tragen der stimulierenden Einlagen im Vergleich zu Placebo folgende Veränderungen erwartet:</p>
<ul>
<li>Eine Abnahme der EEG-Aktivität im oberen Alpha-Band im zentro-parietalen bzw. okzipitalen Bereich, was auf eine gesteigerte sensomotorische Verarbeitung hindeuten würde.</li>
<li>Eine Reduktion der Aktivität im Theta-Band im fronto-zentralen Bereich, was als Ausdruck einer verringerten kognitiven Beanspruchung im Sinne eines Aufmerksamkeitsbedarfs interpretiert werden kann.</li>
</ul>
<p>Darüber hinaus erwarteten wir, dass sich diese kortikalen Veränderungen auch in den kinematischen Gangparametern widerspiegeln würden. Konkret wurde angenommen, dass das Tragen der stimulierenden Einlagen zu folgenden Verbesserungen führt:</p>
<ul>
<li>Erhöhung der Ganggeschwindigkeit</li>
<li>Reduktion der Schrittfrequenz (Kadenz)</li>
<li>Erhöhung der Schrittlänge</li>
<li>Verringerung der Schrittlängenvariabilität</li>
</ul>
<p>Zusätzlich wurde angenommen, dass die stimulierenden Einlagen auch die subjektive Wahrnehmung der eigenen Gangstabilität positiv beeinflussen würden.</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-23"><h4>Methodik</h4>
</div><div class="fusion-text fusion-text-24"><p>Es wurden 16 Personen (12 männlich, 4 weiblich) mit idiopathischer Parkinson-Krankheit gemäß den Kriterien der Movement Disorders Society [1] rekrutiert. Das Alter lag zwischen 44 und 73 Jahren (M = 60,25; SD = 8,26). Es bestanden keine höheren kognitiven Defizite (MoCA &lt; 26 [8]). Die Patientinnen und Patienten befanden sich in den Stadien I–II nach Hoehn und Yahr [9] und erzielten Werte zwischen 2 und 43 Punkten im motorischen Teil der UPDRS-Skala (M = 16,25; SD = 11,30). Die Teilnehmenden waren nicht auf Hilfsmittel wie Gehstöcke oder Rollatoren angewiesen. Die Untersuchung fand im medikamentös eingestellten Zustand statt. Die kinematischen Daten konnten von allen Teilnehmenden ausgewertet werden. Aufgrund methodischer bzw. technischer Probleme waren die EEG-Daten nur von 10, und die subjektive Stabilitätseinschätzung war nur von 14 Personen verfügbar.</p>
<p>Die Teilnehmenden führten eine modifizierte Version des Timed-Up-and-Go-Tests (TUG) in selbstgewähltem Tempo über eine Strecke von 18 Metern durch. An deren Wendepunkt musste ein Hindernis im Abstand von 9 Metern umrundet werden. Der Test wurde in randomisierter Reihenfolge in 3 Bedingungen durchgeführt: sensomotorische Einlagen (Stim), nicht sensomotorische Einlagen (Placebo) und als Washout-Bedingung das Gehen mit eigenen Schuhen und Einlagen (Norm). Jede Bedingung bestand aus zehn Durchgängen. Die sensomotorischen Einlagen wurden individuell durch einen lokal ansässigen Orthopädieschuhtechniker auf Basis des Konzepts nach Jahrling gefertigt [10]. Diese enthielten auf einer 3 Millimeter starken EVA-Trägerschicht ein mediales und laterales Rückfußelement, eine retrokapitale Pelotte sowie einen Zehensteg und einen Mikrofaserbezug. Die Placebokondition war letztlich nur die 3‑Millimeter-EVA-Trägerschicht mit identischem Bezugstoff ohne Stimulationswirkung. Nach Abschluss jeder Bedingung bewerteten die Teilnehmenden ihre Gangstabilität auf einer visuellen Analogskala (VAS) zwischen „sehr unsicher“ und „sehr sicher“.</p>
<p>Die Hirnaktivität wurde kontinuierlich mittels mobilem EEG-System mit 32 aktiven Ag/AgCl-Elektroden (Live-Amp, BrainProducts GmbH) aufgezeichnet. Die Elektroden wurden gemäß dem internationalen Standard: dem 10–20-System platziert, wobei der Mittelpunkt zwischen den beiden Processus mastoideus als Referenzpunkt angenommen wurde. Da ein aktives Elektrodensystem verwendet wurde, war ein Impedanzlimit von 10 kOhm ausreichend. Analysiert wurden das obere Alpha-Band (10–12 Hz) und das Theta-Band (4–7 Hz) mithilfe der Software EEGLab (eine Open-Source-Erweiterung für Matlab, Mathworks Inc.), unter Anwendung standardisierter Preprocessing-Pipelines.</p>
<p>Die Ganganalyse erfolgte mit einem markerbasierten, optoelektronischen Motion-Capture-System (32-Kamera-</p>
<p>System Vantage V5/Vero v1.3, Software: Nexus 2.15, Vicon Motion Systems Ltd.). Das verwendete Modell (Plug-in Gait Lower Body) wurde durch zusätzliche Marker an beiden Unterarmen erweitert (insgesamt 24 Marker). Diese wurden mit doppelseitigem Klebeband direkt auf der Haut oder enganliegender Kleidung an anatomisch definierten Punkten angebracht. Die Auswertung erfolgte mittels eigens entwickelter Matlab-Routinen. Analysiert wurden die Parameter: Ganggeschwindigkeit, Schrittfrequenz, Schrittlänge und deren Variabilität.</p>
<p>Zur Hypothesentestung wurden methodenspezifische Auswertungstools verwendet (Matlab R2021, JASP 0.18.3.0). Die Analyse folgte Empfehlungen für zweiarmige Crossover-Designs [11]. Für jede Zielvariable wurden Summen- oder Differenzwerte zwischen erster und letzter verwendeter Einlage berechnet. U‑Tests wurden zur Prüfung von Carryover-Effekten (Summenwerte) und zum Testen von akuten Unterschieden zwischen Placebo und Stim (Differenzwerte) durchgeführt.</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-25"><h4>Ergebnisse</h4>
</div><div class="fusion-text fusion-text-26"><p>Gehirnaktivität</p>
<p>Untersucht wurden zwei spezifische Frequenzbänder der Hirnaktivität, die im Zusammenhang sensomotorischer Regelprozesse stehen – das Alpha- und das Theta-Band. Abbildung 2a zeigt den Vergleich zwischen den sensomotorischen Einlagen (Stim) und den Placeboeinlagen im Alpha-Band. Negative Werte stehen für eine gesteigerte Aktivierung (bessere sensomotorische Verarbeitung), Positive für eine Hemmung. Bei einigen Personen führte das Tragen der Stim-Einlagen tendenziell zu einer Hemmung der sensomotorischen Verarbeitung. Statistisch ließ sich jedoch weder ein positiver noch ein negativer Effekt eindeutig nachweisen (W = 19; p = .171; Rangkorrelation = .583).</p>
<p>Abbildung 2b zeigt die Aufmerksamkeit beim Gehen (ebenfalls Vergleich Stim vs. Placebo). Die meisten Teilnehmenden verwendeten mit den sensomotorischen Einlagen mehr kognitive Ressourcen (positiv), was auf eine weniger automatisierte Gangkontrolle hindeutet. Der Unterschied verfehlte knapp die statistische Signifikanz (W = 21; p = .067; Rangkorrelation = .75).</p>
<p>Kinematik</p>
<p>Die Einlagenbedingungen zeigten keine Unterschiede hinsichtlich der Gangparameter. Für keine der analysierten Variablen – Ganggeschwindigkeit (MStim = 1,2; SDStim = 0,2; MPlacebo = 1,2; SDPlacebo = 0,2; in m/s), Schrittfrequenz (MStim = 106,8; SDStim = 7,1; MPlacebo = 107,2; SDPlacebo = 8,0; in Schritten/min), Schrittlänge (MStim = 0,69; SDStim = 0,11; MPlacebo = 0,69; SDPlacebo = 0,11; in m), oder Schrittlängen-Variabilität (MStim = 5,24; SDStim = 1,3; MPlacebo = 5,24; SDPlacebo = 1,4; in %) – ergaben sich signifikante Unterschiede (alle p &gt; .5).</p>
<p>Subjektive Stabilität</p>
<p>Die subjektive Einschätzung der Gangstabilität war unter den Stim-Einlagen tendenziell besser als unter den Placebo-Einlagen. 10 von 14 Teilnehmenden bewerteten das Ganggefühl als sicherer mit den sensomotorischen Einlagen. Auch wenn dieser Effekt nicht signifikant war (W = 37; p = .108; Rangkorrelation = .54), spricht der Trend für einen positiven Einfluss auf das Sicherheitsempfinden.</p>
<p>Diskussion</p>
<p>Soweit ersichtlich, handelt es sich bei der vorliegenden Untersuchung um die erste, die kurzfristige Effekte sensorisch stimulierender Einlagen bei Personen mit Parkinson-Krankheit sowohl auf Ebene der Gangkinematik als auch jener der kortikalen Aktivität betrachtet. Obwohl sich im Hinblick auf objektiv messbare Gangparameter keine signifikanten Veränderungen beim Tragen der stimulierenden Einlagen zeigten, lassen sich dennoch Hinweise auf neuronale Anpassungsvorgänge sowie eine verbesserte subjektive Einschätzung der Gangstabilität erkennen. Die höhere Gangstabilität, die immerhin bei 10 von 14 Teilnehmenden subjektiv empfunden wurde, sowie die gesteigerte Theta-Band-Aktivität, die bei 10 von 12 Teilnehmenden beobachtet wurde, lassen trotz fehlender Signifikanz zumindest beim kurzfristigen Einsatz stimulierender Einlagen einen erhöhten Einsatz aufmerksamkeitslenkender Ressourcen vermuten. Demgegenüber konnten keine Anzeichen für eine verbesserte sensomotorische Integration festgestellt werden, da sich keine signifikante Abnahme der Alpha-Band-Aktivität zeigte. Auch im Bereich der Gangkinematik blieben bedeutende Effekte aus: Weder Gehgeschwindigkeit noch Schrittlänge, Schrittfrequenz oder Variabilität zeigten die erwarteten Veränderungen. Ein möglicher Erklärungsansatz liegt darin, dass sensorisch vermittelte Anpassungen unter Umständen erst nach längerer Expositionszeit bzw. durch wiederholte Nutzung der Einlagen in Alltagskontexten wirksam werden. Künftige Studien sollten daher verstärkt auf langfristige Verläufe fokussieren. Ebenso erscheint es denkbar, dass sich potenzielle Vorteile sensorischer Stimulation vor allem unter unerwarteten oder herausfordernden Bedingungen – etwa bei Stolperereignissen – deutlicher zeigen könnten, also wenn eine schnelle und effektive Rückmeldung über die Fußsohle besonders entscheidend ist [12].</p>
<p>Ein methodischer Schwachpunkt der Studie liegt in der begrenzten Stichprobengröße, die sich unter anderem aus technischen Schwierigkeiten im Studienverlauf ergab und die Aussagekraft der statistischen Analysen einschränkte. Dennoch lässt sich aus dem beobachteten positiven Trend hinsichtlich des subjektiven Sicherheitsempfindens ableiten, dass eine vertiefende Untersuchung mit größerem Stichprobenumfang lohnend erscheint.</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-27"><p><strong>Hinweis:</strong><br />
Dieser Artikel erschien in ähnlicher Form und auf Englisch unter der Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 Attribution-NonCommercial-NonDerivatives 4.0 International https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ in dem Fachmagazin Clinical Parkinsonism &amp; Related Disorders 11/2024 veröffentlicht: https://doi.org/10.1016/j.prdoa.2024.100290</p>
<p><strong>Interessenkonflikt:</strong><br />
Der Erstautor ist Geschäftsführer der Footpower Gießen GmbH.<br />
Diese Arbeit wurde gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG, SFB/TRR 135, Projektnummer 222641018).</p>
<p><strong>Zitation<br />
</strong>König MM et al. Kurzfristige Effekte sensomotorischer Einlagen auf die Gangsicherheit bei Parkinson-Patienten. Orthopädie Technik, 2025; 76 (10): 48–52</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-28"><h4>Quellenverzeichnis</h4>
</div><div class="fusion-text fusion-text-29"><p>[1] Postuma RB et al. MDS clinical diagnostic criteria for Parkinson’s disease. Movement Disorders, 2015; 30 (12): 1591–1601</p>
<p>[2] Maidan I et al. When is higher level cognitive control needed for locomotor tasks among patients with Parkinson’s disease? Brain Topography, 2017; 30 (4): 531–538</p>
<p>[3] Shine JM et al. Abnormal patterns of theta frequency oscillations during the temporal evolution of freezing of gait in Parkinson’s disease. Clinical Neurophysiology, 2014; 125 (3): 569–576</p>
<p>[4] Brognara L, Cauli O. Mechanical plantar foot stimulation in Parkinson’s disease: a scoping review. Diseases, 2020; 8 (2): 12</p>
<p>[5] Nurse MA, Nigg BM. The effect of changes in foot sensation on plantar pressure and muscle activity. Clinical Biomechanics, 2001; 16 (9): 719–727</p>
<p>[6] Alfuth M. Textured and stimulating insoles for balance and gait impairments in patients with multiple sclerosis and Parkinson’s disease: a systematic review and meta-analysis. Gait &amp; Posture, 2017; 51: 132–141</p>
<p>[7] Kenny RPW et al. The effects of textured insoles on cortical activity and quiet bipedal standing with and without vision: an EEG study. Journal of Motor Behavior, 2020; 52 (4): 489–501</p>
<p>[8] Nasreddine ZS et al. The Montreal Cognitive Assessment, MoCA: a brief screening tool for mild cognitive impairment. Journal of the American Geriatrics Society, 2005; 53 (4): 695–699</p>
<p>[9] Hoehn MM, Yahr MD. Parkinsonism: onset, progression, and mortality. Neurology, 1967; 17 (5): 427–442</p>
<p>[10] Becker S et al. Assessing the subjective effectiveness of sensorimotor insoles (SMIs) in reducing pain: a descriptive multicenter pilot study. Journal of Functional Morphology and Kinesiology, 2023; 8 (2): 66</p>
<p>[11] Wellek S, Blettner M. On the proper use of the crossover design in clinical trials: part 18 of a series on evaluation of scientific publications. Deutsches Ärzteblatt International, 2012; 109 (15): 276–281</p>
<p>[12] Fallon JB, Bent L, McNulty PA, Macefield VG. Evidence for strong synaptic coupling between single tactile afferents from the sole of the foot and motoneurons supplying leg muscles. Journal of Neurophysiology, 2005; 94 (6): 3795–3804</p>
</div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-12 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:15px;--awb-spacing-right-large:5px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:5px;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:5px;--awb-spacing-left-medium:5px;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:5px;--awb-spacing-left-small:5px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div ><a class="fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-3 fusion-button-default-span fusion-button-default-type" target="_self" href="https://360-ot.de/kurzfristige-effekte-sensomotorischer-einlagen-auf-die-gangsicherheit-bei-parkinson-patienten/"><i class="fa-link fas awb-button__icon awb-button__icon--default button-icon-left" aria-hidden="true"></i><span class="fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default">Original Bericht</span></a></div></div></div></div></div>
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		<title>Ich wollte mehr wissen</title>
		<link>https://www.footpower.de/2025/08/05/ich_wollte_mehr_wisssen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Administrator]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Aug 2025 14:50:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manuel König ist Orthopädieschuhmacher – und Doktor der Medizinwissenschaft. Beides war nicht von vornherein klar, hat sich im Nachhinein aber folgerichtig ergeben. „Handwerk und Wissenschaft ergänzen sich ideal“, meint der 38-Jährige.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-4 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-background-position:left top;--awb-border-sizes-top:0px;--awb-border-sizes-bottom:0px;--awb-border-sizes-left:0px;--awb-border-sizes-right:0px;--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:calc( 1170px + 0px );margin-left: calc(-0px / 2 );margin-right: calc(-0px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-13 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-30"><p style="font-size: 30px; line-height: 42px;">Manuel König ist Orthopädieschuhmacher – und seit Mai hat er auch seinen Doktor der Medizinwissenschaft. Beides war nicht von vornherein klar, hat sich im Nachhinein aber folgerichtig ergeben. „Handwerk und Wissenschaft ergänzen sich ideal“, meint der 38-Jährige, der heute das Bewegungsanalyse-Labor bei Footpower in Gießen leitet. Besonders faszinierend findet er den Ansatz, mit Einlagen gezielt das sensomotorische System zu beeinflussen – und die Herausforderung, Messmethoden zu finden, mit denen man an einen Wirkungsnachweis gelangt.</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-1 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-margin-top:15px;--awb-margin-top-small:0px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:20px;--awb-margin-left-small:0px;--awb-font-size:60px;"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;text-transform:uppercase;font-size:1em;--fontSize:60;line-height:1;"><h4 class="fusion-responsive-typography-calculated" data-fontsize="48" data-lineheight="38.4px">Von der Orthopädieschuhtechnik zur Promotion.</h4></h2></div><div class="fusion-text fusion-text-31"><p>An meinen Doktortitel habe ich mich noch nicht gewöhnt“, sagt Manuel König und bietet uns im gleichen Atemzug an, diesen im Gespräch wegzulassen. Über ein Jahr hat es sich hingezogen, bis er die Bewertung seiner Doktorarbeit im März 2021 erhalten hat. Eine ungewöhnlich lange Zeit, die es ihm nicht unbedingt leichter machte, sich nach bereits sechs Promotionsjahren auf die mündliche Verteidigung im April vorzubereiten: „Da hatte ich teilweise schon Bedenken, auf manche Fragen zu meinen Studien sagen zu müssen: Tut mir leid, das weiß ich leider nicht mehr, die Datenerhebung war 2015.“ Beruflich hätte bei ihm auch alles ganz anders kommen können, verrät König, denn der Berufseinstieg gestaltete sich sehr bewegt. „Ursprünglich wollte ich Medizin studieren, aber dieses Studium traute ich mir damals schlichtweg nicht zu“, erzählt er. Einfacher zu bewältigen, aber mit ähnlich interessanten Inhalten, erschien ihm das Studium der Sportwissenschaften. Durch sein Sportabitur gut trainiert, bestand er die Aufnahmeprüfung an der Sporthochschule Köln – musste den Studienbeginn aber aufgrund des Einzugs zum Zivildienst um zwei Semester zurückstellen. Weil König dann ein Fehler in der Postanschrift unterlief, kamen seine Einschreibungsunterlagen zu spät bei der zentralen Vergabestelle für die Studienplätze in Dortmund an. „Trotz aller Bemühungen hieß es letztlich, dass ich mich erst wieder im nächsten Semester hätte einschreiben können.“ Da zu diesem Zeitpunkt seine Frau und er bereits das erste Kind erwarteten, sei der Gedanke, ein halbes Jahr zu verschenken, nicht unbedingt attraktiv gewesen, erinnert sich König. Über die mit dem Ehepaar befreundete Tochter von OSM Lothar Jahrling entstand die Idee, es mit einer Ausbildung in dessen Betrieb in Gießen zu versuchen. „Lothar wusste, dass ich studieren wollte. Er wusste aber auch, dass meine handwerklichen Höhepunkte bis dato darin lagen, einen Nagel in die Wand zu hämmern. Daher einigten wir uns auf eine sechswöchige Probezeit, in der wir mein handwerkliches Geschick auf Herz und Nieren prüfen wollten“, so König. „Und tatsächlich war in diesem Punkt noch viel Luft nach oben, aber meine Begeisterung für diesen Job schien Lothar überzeugt zu haben, sodass wir uns für eine verkürzte Ausbildung entschieden.“ „In der Orthopädieschuhtechnik gibt es viele spannende Inhalte, die meinen Interessen entsprachen – Anatomie, das Wissen über die Krankheitsbilder, therapeutische Ansätze – und gleichzeitig gefiel mir der Umgang mit den Patienten sehr“, erzählt Manuel König. In Lothar Jahrling, Entwickler eines eigenen sensomotorischen Einlagenkonzepts und des darauf basierenden Footpower Franchise-Systems, habe er einen Ausbilder gefunden, der seine Neugier und seinen Wissensdurst von Beginn an gefördert hat. „Lothar triezte mich förmlich bei jeder Versorgung mit Fragen nach den funktionellen Zusammenhängen. Gleichzeitig bin wohl auch ich ihm manchmal mit meinen ständigen Fragen nach den genauen Wirkprinzipien der Einlagen auf die Nerven gegangen – Fragen, die man leider bis heute nicht hinreichend beantworten kann, auch nicht in der Wissenschaft.“</p>
</div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-14 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-flex-column fusion-flex-align-self-stretch" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:50%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;" data-scroll-devices="small-visibility,medium-visibility,large-visibility"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-image-element" style="--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-8 hover-type-none"><img decoding="async" width="394" height="489" alt="nahinfrarotspektroskop" title="nahinfrarotspektroskop.jpg" src="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2025/08/nahinfrarotspektroskop.jpg.webp" class="img-responsive wp-image-2321" srcset="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2025/08/nahinfrarotspektroskop.jpg-200x248.webp 200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2025/08/nahinfrarotspektroskop.jpg.webp 394w" sizes="(max-width: 1000px) 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style="--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-9 hover-type-none"><img decoding="async" width="447" height="554" alt="messung_gehirnaktivitäten" title="messung_gehirnaktivitäten.jpg" src="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2025/08/messung_gehirnaktivitaeten.jpg.webp" class="img-responsive wp-image-2322" srcset="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2025/08/messung_gehirnaktivitaeten.jpg-200x248.webp 200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2025/08/messung_gehirnaktivitaeten.jpg-400x496.webp 400w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2025/08/messung_gehirnaktivitaeten.jpg.webp 447w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 400px" /></span></div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-16 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-title title fusion-title-2 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-margin-top:15px;--awb-margin-top-small:0px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:20px;--awb-margin-left-small:0px;--awb-font-size:60px;"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;text-transform:uppercase;font-size:1em;--fontSize:60;line-height:1;"><h4 class="fusion-responsive-typography-calculated" data-fontsize="20" data-lineheight="30px">Futter für die nächste Versorgung</h4></h2></div><div class="fusion-text fusion-text-32"><p>„Lothar hatte von Anfang an einen Plan für mich“, ist Manuel König überzeugt. Für seinen Ausbilder sei klar gewesen, dass sein Zögling nicht bei Einlagen und Maßschuhen bleiben würde. Und so unterstützte Jahrling ihn, als er nach zwei Jahren Ausbildung das Studium der Sportwissenschaften in Köln aufnehmen wollte. „Die bestandene Sportaufnahmeprüfung war nur noch bis dahin gültig, und deshalb schenkte er mir im letzten halben Jahr der Ausbildung einen Tag pro Woche, um in Köln studieren zu können.“ Natürlich habe Jahrling gehofft, dass Manuel König nach dem Studium wieder in seinen Betrieb zurückkehren würde, doch machte er es nicht zur Voraussetzung für seine Unterstützung. Mit Anfang 20 stand der angehende Geselle nun nicht nur vor der Herausforderung, die Ausbildung und das Studium unter einen Hut zu bekommen, sondern auch sein Privatleben und den Berufsweg: Inzwischen war sein zweites Kind auf der Welt. „Ich musste schon sehr zielgerichtet studieren. Da ich insgesamt täglich gut fünf Stunden zwischen Gießen und Köln pendelte, startete mein Tag morgens um 5 Uhr. Und nach den Vorlesungen, wenn meine Kommilitonen zum Beach-Volleyball gingen, musste ich direkt zurück. Zudem waren die Nächte wegen der kleinen Kinder mitunter sehr kurz.“ Um diese Belastung zu reduzieren und nebenher noch bei Jahrling arbeiten zu können, plante Manuel König schließlich alle Semester Veranstaltungen auf drei, maximal vier Tage pro Woche. „Rückblickend war diese Kombination für mich optimal“, so König. Im Gegensatz zu seinen Mitstudierenden, die noch keine Ausbildung im Gesundheitshandwerk absolviert hatten, schien er sich anatomische und biomechanische Inhalte leichter merken zu können. „Ich denke schon, dass es ein entscheidender Vorteil für mich war: So hatte ich zum Beispiel in den Vorlesungen von Prof. Gert-Peter Brüggemann häufig konkrete Versorgungsfälle vor Augen und verstand plötzlich den biomechanischen Zusammenhang und die Ursachen für vorliegende Beschwerden. Für viele andere waren die Lerninhalte theoretisches Wissen, für mich waren sie Futter für die nächste Patientenversorgung.“</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-3 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-margin-top:15px;--awb-margin-top-small:0px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:20px;--awb-margin-left-small:0px;--awb-font-size:60px;"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;text-transform:uppercase;font-size:1em;--fontSize:60;line-height:1;"><h4 class="fusion-responsive-typography-calculated" data-fontsize="20" data-lineheight="30px">Zurück ins Handwerk?</h4></h2></div><div class="fusion-text fusion-text-33"><p>Obwohl er während des Studiums weiterhin bei Jahrling arbeitete, war es für Manuel König zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, einmal ganz ins Handwerk zurückzukehren. „Die weitere Erforschung der Grundlagen menschlicher Bewegung hatte für mich einen enormen Reiz. Daher war eine akademische Laufbahn zu diesem Zeitpunkt schon naheliegend.“ Dem folgend wählte er im Hauptstudium neben Prävention und Rehabilitation die Neurologie als weiteren Schwerpunkt. „Das hatte natürlich auch mit meiner Prägung durch Lothar Jahrling zu tun, der ja sein Einlagenkonzept anfangs vor allem bei der Versorgung von neurologischen Patienten entwickelte“. Aber auch die Forschung von Dr. Wolfgang Laube über die Komplexität des sensomotorischen Systems und die vielen, noch offenen Fragen spielten eine Rolle. Dass er nach dem Studium dann doch wieder zur Orthopädieschuhtechnik zurückkehren sollte, lag vor allem an seinen studienbegleitenden Praktika in Kliniken für Sporttherapie. „In dem Moment, als ich täglich am Beckenrand stand, um Aqua-Jogging-Kurse anzuleiten, wurde mir klar, dass mir der handwerkliche Aspekt fehlen würde“, erinnert sich Manuel König. „Ich wollte das theoretische Wissen direkt in handfeste Hilfsmittel ummünzen bzw einfließen lassen.“</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-4 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-margin-top:15px;--awb-margin-top-small:0px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:20px;--awb-margin-left-small:0px;--awb-font-size:60px;"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;text-transform:uppercase;font-size:1em;--fontSize:60;line-height:1;"><h4 class="fusion-responsive-typography-calculated" data-fontsize="20" data-lineheight="30px">Auf der Suche nach geeigneten Messmethoden</h4></h2></div><div class="fusion-text fusion-text-34"><p>Letztendlich waren es die Fragen, wie Bewegung entsteht, welche Regelkreisläufe es gibt und wie man Bewegung durch individuelle Einlagen gezielt beeinflussen kann, die Manuel König nicht mehr losließen, die im Handwerk geweckt wurden und im Studium leitend für ihn waren. „Wir sahen in der praktischen Versorgung beeindruckende Behandlungsergebnisse mit unseren Einlagen und doch war es der Wissenschaft bis dato nicht gelungen, diese evident darzustellen. Die Datenlage war definitiv unbefriedigend. Ich dachte ständig, da müsse doch noch mehr gehen!“ Als Manuel König im Grundstudium die Aufgabe erhielt, ein kleines wissenschaftliches Projekt durchzuführen, stattete er acht Probanden mit Footpower-Einlagen aus und versuchte mittels Elektromyografie (EMG) zu erfassen, inwieweit diese Intervention die Aktivierung bestimmter Unterschenkelmuskeln beeinflusste. „Es ging aber damals vorrangig darum, das wissenschaftliche Arbeiten zu erlernen: wie stelle ich eine Hypothese auf, welche Parameter und welche Messmethoden wähle ich und wie werte ich die Daten am Ende aus. Es waren sozusagen meine ersten wissenschaftlichen Geh-Versuche, daher war die Aussagekraft dieser kleinen Untersuchung eher mäßig, erläutert er. Die Untersuchung, die er 2008 durchführte, fiel in eine Zeit, in der in der Wissenschaft zunehmend diskutiert wurde, inwieweit die Einlagenwirkung nur rein biomechanisch zu erklären sei. Denn damalige Studien, die die Effekte auf Basis kinematischer und kinetischer Parameter untersuchten, ergaben keine oder wenig einheitliche Ergebnisse. „Und spätestens mit den Ergebnissen von Stacoff, der Anfang der 2000er-Jahre mithilfe von Bone pins (im Knochen befestigte Schrauben zur Erfassung der Knochenbewegung) zeigte, dass das knöcherne System durch Einlagen kaum beeinflusst werden kann, war klar, dass es für die Einlagenwirkung neue Denkund messmethodische Ansätze bräuchte“, erläutert König. Denn auch die bestehenden Studien zum Einfluss der Einlagen auf die neuromuskuläre Kontrolle ergaben keine belastbaren Ergebnisse. „Ich hatte seitdem immer vor, die Frage nach einer geeigneten Messmethode für die Wirkung sensomotorischer Einlagen wissenschaftlich anzugehen“, berichtet Manuel König. Doch da sich zu der Zeit, als er sich der Diplomarbeit widmete, kein Forschungsangebot hierzu ergab und auch sein drittes Kind bereits das Licht der Welt erblickt hatte, entschloss er sich ganz pragmatisch ein ausgeschriebenes, schuhtechnisches Thema zu untersuchen. Als Teilfrage der Doktorarbeit von Steffen Willwacher, heute bereits selbst Professor an der Hochschule Offenburg, wurde im Institut von Prof. Brüggemann der Einfluss verschiedener Sohlenbiegesteifigkeiten auf die Biomechanik und die Aktivität ausgewählter Muskeln des Unterschenkels beim Laufen untersucht. „Man hatte damals festgestellt, dass die Dorsalextension der Zehen beim Laufen mehr Energie verbraucht, als sie einbringt. Um diesen Energieverlust zu reduzieren, hat Darren Stefanyshyn, ein Schüler von Benno Nigg, schon Anfang der 2000er Jahre Carbonfaserplatten in Laufschuhe gelegt, und hiermit die Dorsalextension im Zehengrundgelenk eingeschränkt“, erklärt er. „Unsere Ergebnisse konnten diesen Effekt deutlich untermauern. Wer weiß, vielleicht hat sich Nike ja für den Laufschuh, mit dem Eliud Kipchoge 2019 als erster Mensch der Welt einen Marathon unter zwei Stunden lief etwas von uns abgeguckt“, unkt König. Immerhin sei der Einfluss des Schuhs auf seine Laufleistung damals heiß diskutiert worden. Jedoch lässt sich diese Sohlenversteifung, wie sie in den letzten vier bis fünf Jahren zunehmend Zugang zum Laufschuhsektor fand, durchaus kritisch betrachten, wie Manuel König erläutert: „Energetisch gibt es definitiv Vorteile durch höhere Sohlenbiegesteifigkeiten. Jedoch birgt es unter anderem durch die veränderten Hebelarme nicht unerhebliche orthopädische Risiken, die wir als Orthopädieschuhtechniker schon lange im Kontext der Versorgung mit Rigidusfedern kennen.“</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-5 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-margin-top:15px;--awb-margin-top-small:0px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:20px;--awb-margin-left-small:0px;--awb-font-size:60px;"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;text-transform:uppercase;font-size:1em;--fontSize:60;line-height:1;"><h4 class="fusion-responsive-typography-calculated" data-fontsize="20" data-lineheight="30px">Lehrtätigkeit bei Footpower</h4></h2></div><div class="fusion-text fusion-text-35"><p>Noch vor Abschluss seines Diplom-Studiums begann Manuel König 2010 ander Footpower Akademie in Gummersbach zu referieren – beginnend mit dem Basis-Seminar, in dem die Teilnehmenden die theoretischen Grundlagen der sensomotorischen Einlagenversorgung nach Jahrling als auch die handwerklichen Herstellungsprozesse vermittelt bekommen. „Ich hatte also einen handwerklichen Job bei Footpower Gießen, lehrte in der Footpower Akademie und arbeitete an meiner Diplomarbeit. Für mich war das genau die Kombination zwischen Handwerk und Wissenschaft, die dann auch die folgenden Jahre bestimmen sollten“, blickt König zurück. Nach seiner Diplomarbeit heuerte er ganz bei der Footpower Service GmbH, dem Franchise-Geber des gleichnamigen Systems in Gummersbach an. Während er im Außendienst die Franchise-Nehmer vor Ort schulte und in der Entwicklungsabteilung die sensomotorischen Einlagen weiterentwickelte, erweiterte er auch die Lehrtätigkeit an der Akademie, bis er 2014 die Leitung derselben übernahm.</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-6 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-margin-top:15px;--awb-margin-top-small:0px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:20px;--awb-margin-left-small:0px;--awb-font-size:60px;"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;text-transform:uppercase;font-size:1em;--fontSize:60;line-height:1;"><h4 class="fusion-responsive-typography-calculated" data-fontsize="20" data-lineheight="30px">Mit Methoden der Hirnforschung menschliche Bewegung untersuchen</h4></h2></div><div class="fusion-text fusion-text-36"><p>rotz, oder gerade wegen seiner täglichen Arbeit beim Footpower Franchise ließ ihn die Frage nach einem geeigneten Ansatz für den Wirkungsnachweis sensomotorischer Einlagen nie los. Und obwohl mittlerweile drei Jahre seit dem Diplom vergangen waren, machte sich Manuel König einmal mehr auf den Weg nach Köln, um mit Prof. Brüggemann zu besprechen, inwieweit sich aus dieser Frage nicht ein Promotionsthema stricken ließe. „Nur, dass diesmal der Gedanke war, nicht auf die Muskeln, sondern in den Kopf zu schauen. Hintergrund war die Idee, dass der Einfluss sensomotorischer Einlagen womöglich über eine Änderung der Hirnaktivität darstellbar wäre“, so König. Erste Ansätze, diese These mithilfe der Elektroenzephalografie (EEG) zu verfolgen, erwiesen sich aufgrund der großen Bewegungsartefakte bei raumgreifenden Bewegungen als nicht zielführend. Doch über weitere Kontakte von Prof. Brüggemann kam Manuel König letztlich zu Prof. Hellmuth Obrig an der Universität Leipzig, der mittels einem verhältnismäßig neuartigen Ansatz ebenfalls Hirnaktivitäten messen konnte: dem funktionellen Nahinfrarotspektroskop (fNIRS). Hierbei wird infrarotes Licht in das Gehirn emittiert. Durch die Lichtmenge, die aus dem Schädel wieder zurück reflektiert wird, lassen sich Rückschlüsse auf die Aktivität bestimmter Hirnareale ziehen. „Diese Methode für das Verständnis von Bewegung einzusetzen, war damals noch kein verbreiteter Gedanke“, erzählt Manuel König. 2001 hatte zwar eine japanische Forschungsgruppe ihre Arbeit dazu mit Probanden auf einem Laufband begonnen. „Doch war das damals noch sehr umständlich“, weiß König, die Probanden mussten einen Helm tragen, der über lange, schwere Kabel mit einem riesigen Apparat verbunden waren. „Dennoch konnte man feststellen, dass die Ergebnisse denen ähnelten, die mit dem funktionellen MRT durchgeführt wurden. Bei fMRT- Studien bewegt man sich zwar nur im Liegen und ahmt beispielsweise mit den Füßen gangähnliche Bewegungen nach, aber sie gelten bis heute aufgrund der hohen Messgenauigkeit und der Eindringtiefe als Goldstandard.“ 2010 entwickelte die gleiche japanische Gruppe ein tragbares Nahinfrarotspektroskop, wenn auch nur mit sehr wenigen Messpunkten an der Stirn. Für Manuel König Grund genug, um mit Prof. Obrig eine Firma in Berlin aufzusuchen, die diese Technik so weit vorangetrieben hatte, dass eine Vielzahl von Messpunkten möglich war und der gesamte Apparat in einem Rucksack verstaut werden konnte. „Unsere ersten Probemessungen an uns selbst haben sogar Prof. Obrig überrascht: Die Kurven sahen trotz der nicht ganz erschütterungsarmen Gangbewegung genau so aus, wie man es aus anderen Studien mit weit weniger störanfälligen Bewegungen kannte“, meint Manuel König. Das war der Startschuss für seine externe Promotion an der Universität und dem Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. „Die Distanz war kein Problem. Ich musste eigentlich nur für die Messungen jeweils ein bis zwei Wochen Urlaub nehmen, um vor Ort in Leipzig zu sein. Den Rest konnte ich von zuhause aus erledigen“, so König. Im Rahmen seiner Arbeit wollte er zeigen, ob es mithilfe eines tragbaren Nahinfrarotspektroskops möglich ist, die Gehirnaktivität, besser die Aktivität ausgewählter Regionen der Hirnrinde bei unterschiedlichen lokomotorischen Aufgaben darzustellen. Basierend auf der damaligen Erkenntnislage lautete hierbei eine Hypothese, dass ungewohnte Fortbewegungsaufgaben die motorischen Zentren der Hirnrinde stärker fordern als gewohnte, automatisierte Bewegungsmuster. Tatsächlich stellten König und Obrig in einer ersten Studie mit 23 gesunden, jungen Probanden fest, dass bei einem gewohnten, rhythmischen Gehen eine wesentlich geringere Aktivierung des Kortex zu sehen war als beim ungewohnteren Bewegungsaufgaben, wie zum Beispiel dem unrhythmischen Gehen oder dem Treten auf der Stelle. „Dieses Ergebnis, aber auch die Qualität der Daten war für uns natürlich großartig“, so König. Motiviert durch diese Ergebnisse wurde in einer zweiten Studie das gleiche Untersuchungsparadigma bei Schlaganfallpatienten mit einer milden Hemiparese angewendet. „Interessanterweise zeigten sich hier genau gegensätzliche Ergebnisse als bei den jungen Gesunden. Diese Ergebnisse waren für uns schon etwas überraschend. Aber letztlich stand für uns die Machbarkeit der fNIRS bei Schlaganfallpatienten im Vordergrund. Und das konnten wir gut darstellen.“ „Spätestens jetzt sollten eigentlich die sensomotorischen Einlagen ins Spiel kommen“, erzählt Manuel König. Denn die Idee sei folgende gewesen: „Wenn sensomotorische Einlagen gewohnter Bewegungsmuster derart provozieren, dann könnte – ein überschwelliger Reiz vorausgesetzt – eine sichtbare Reaktion auf kortikaler Ebene eventuell messbar sein. Und umgekehrt könnte es vielleicht sogar so sein, dass die Aktivität des Kortex nachlässt, wenn sich das sensomotorische System an den neuen Reiz der Einlagen gewöhnt hat. Dies könnte dann wiederum im Rahmen von therapeutischen Interventionen nutzen, um daraus ableiten, wann der nächste Schritt in der Therapie oder eine angepasste Einlagenversorgung angezeigt ist.“ Da sein Doktorvater ihm aber angesichts bestehender Datenfülle davon abriet, noch weitere Studien durchzuführen, einigte man sich darauf, dieser Fragestellung nach der Promotion in einem anderen Rahmen nachzugehen. „Natürlich war das etwas ernüchternd, dass ich zu diesem Zeitpunkt aufhören sollte. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt auch schon gut fünf Jahre ins Land gegangen und ich wollte das Projekt auch mal abschließen. Und mit den Ergebnissen war ich mir sicher, dass dieses Thema für mich noch nicht zu Ende ist“, erzählt König.</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-7 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-margin-top:15px;--awb-margin-top-small:0px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:20px;--awb-margin-left-small:0px;--awb-font-size:60px;"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;text-transform:uppercase;font-size:1em;--fontSize:60;line-height:1;"><h4 class="fusion-responsive-typography-calculated" data-fontsize="20" data-lineheight="30px">Zurück bei footpower Gießen</h4></h2></div><div class="fusion-text fusion-text-37"><p>Um sich in den letzten Monaten seiner Doktorarbeit stärker auf diese konzentrieren zu können, hatte Manuel König bei Footpower Gummersbach zwischenzeitlich gekündigt. Immer noch bei Gießen lebend, begann er kurz vor Fertigstellung der Doktorarbeit zunächst als Freelancer für Footpower Gießen regionale Bundesligavereine zu betreuen, bevor er im Januar 2019 wieder voll ins Unternehmen einstieg – nun als Geschäftsbereichsleiter Analyse und Prävention. Neben der Weiterentwicklung der Abteilung für Bewegungsanalyse möchte er mit seinem sport- und medizinwissenschaftlichen Know-how zukunftsorientierte Projekte bei Footpower Gießen vorantreiben. „Das könnte auch in Form von wissenschaftlichen Projekten in Kooperation mit einer Universität sein“, so König. „Wir könnten zum Beispiel einen Studierenden begleiten, der in seiner Masterarbeit untersucht, ob sich die Intervention mit einer sensomotorischen Einlage mit dem NIRS kortikal darstellen lässt. Entsprechende Gespräche hierzu befinden sich gerade im Anfangsstadium. Dann wäre erreicht, was ich all die Jahre im Kopf hatte.“</p>
</div></div></div></div></div>
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		<title>Tennis – mein Triumph über mich selbst</title>
		<link>https://www.footpower.de/2016/08/05/tennis_mein_triumph_ueber_mich_selbst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Administrator]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2016 16:49:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Akzeptanz, Resignation, Endorphinrausch, Wut, Glück und eine ganze Palette weiterer Emotionen und geistiger Zustände habe ich beim Tennisspielen durch- und erlebt. Der Sport hat mir mehr gegeben, als ich ihm jemals zurückgeben kann.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.footpower.de/2016/08/05/tennis_mein_triumph_ueber_mich_selbst/">Tennis – mein Triumph über mich selbst</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.footpower.de">footpower</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-5 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-background-position:left top;--awb-border-sizes-top:0px;--awb-border-sizes-bottom:0px;--awb-border-sizes-left:0px;--awb-border-sizes-right:0px;--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:calc( 1170px + 0px );margin-left: calc(-0px / 2 );margin-right: calc(-0px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-17 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-38"><h4>Tennis – mein Triumph über mich selbst</h4>
<p><em>(Story von Lothar Jahrling)</em></p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-39"><p>Akzeptanz, Resignation, Endorphinrausch, Wut, Glück und eine ganze Palette weiterer Emotionen und geistiger Zustände habe ich beim Tennisspielen durch- und erlebt. Der Sport hat mir mehr gegeben, als ich ihm jemals zurückgeben kann. Doch das wohl Wichtigste, was ich beim Tennis gefunden habe, war ich. Sie wollen die Geschichte hören? Dann schnallen Sie sich an.</p>
<p>Die wertvollste Sorte Freund im Leben ist wohl die, die kein Blatt vor den Mund nimmt und jederzeit mit Ehrlichkeit brilliert. Im Alter von 34 Jahren hatte ich das Glück, dass mein damaliger Freund und Arzt zu dieser wertvollen Sorte gehörte. Mit vier einfachen Worten hat er mein Leben auf den Kopf gestellt und grundlegend verändert: „Du bist zu dick!“ Wer hört das schon gerne? In bester Nostradamus-Manier prophezeite er mir, 50-jährig als Diabetiker zu sterben, sollte ich meine Lebensweise nicht ändern. Er empfahl mir, doch endlich mit Sport zu beginnen und auf meine Ernährung zu achten. Ich bin ihm heute noch dafür dankbar! Als von Terminen getriebener Unternehmer musste ich nun eine Disziplin finden, die mich genug reizte und motivierte, um nicht nach drei Monaten wieder das Handtuch zu werfen. Ich wusste, dass ich ein Spielertyp bin, also konnte ich Sportarten wie Rudern, Boxen, Joggen, Radfahren und einige andere direkt ausschließen. Wie der Zufall es wollte, war eine damalige Patientin von mir Tennislehrerin.<br />
Tennis!? Aus einem Impuls heraus fragte ich sie direkt, ob es möglich wäre, dass sie mir das Tennisspielen beibringt. Und siehe da – Barbara nahm sich meiner an und entführte mich in die Welt des „Weißen Sports“. Bereits mit dem ersten Schritt auf dem Court war ich dem Sport verfallen. Er hat mich gepackt und nie wieder losgelassen.</p>
</div><div class="fusion-image-element" style="--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-10 hover-type-none"><img decoding="async" width="2560" height="1707" alt="Lothar Jahrling" title="footpower-giessen-tennis-lothar-jahrling-power-kundenmagazin-scaled.jpeg" src="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-giessen-tennis-lothar-jahrling-power-kundenmagazin-scaled.jpeg.webp" class="img-responsive wp-image-2332" srcset="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-giessen-tennis-lothar-jahrling-power-kundenmagazin-scaled.jpeg-200x133.webp 200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-giessen-tennis-lothar-jahrling-power-kundenmagazin-scaled.jpeg-400x267.webp 400w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-giessen-tennis-lothar-jahrling-power-kundenmagazin-scaled.jpeg-600x400.webp 600w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-giessen-tennis-lothar-jahrling-power-kundenmagazin-scaled.jpeg-800x533.webp 800w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-giessen-tennis-lothar-jahrling-power-kundenmagazin-scaled.jpeg-1200x800.webp 1200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-giessen-tennis-lothar-jahrling-power-kundenmagazin-scaled.jpeg.webp 2560w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 800px" /></span></div><div class="fusion-text fusion-text-40"><h4>Zwei Jahre und minus 30 Kilogramm später</h4>
</div><div class="fusion-text fusion-text-41"><p>Mit viel Geduld, Können und Fingerspitzengefühl formte Barbara sinnbildlich aus einem unsportlichen Klumpen Ton einen motivierten Tennisspieler mit akzeptabler Figur. Es dauerte lediglich zwei Jahre und minus 30 Kilogramm, bis sie mir empfahl, meine Technik in einem Verein weiter zu verfeinern und das eine oder andere Defizit, das offensichtlich noch vorhanden war, auszumerzen. Fortuna meinte es weiterhin gut mit mir und dem Tennis: Ich trat einem Verein bei, dessen Mitglieder mich immer motivierten, am Ball zu bleiben. Tennis zu spielen füllte mich voll und ganz aus. Wie ein Welpe konnte ich meinem Spieltrieb nachgehen, war in Bewegung und die meiste Zeit des Jahres an der frischen Luft. Doch das Wichtigste war, dass ich mir um Themen wie Diabetes und einen verfrühten Abschied von dieser Welt keine Gedanken mehr machen musste. Diesen Satz hatte ich klar für mich entschieden. Allerdings gibt es noch einen weitaus wichtigeren Punkt, warum Tennis eine so bedeutende Rolle in meinem Leben eingenommen hat: Freundschaften. Den Großteil meiner aktuellen Freunde habe ich beim Sport kennengelernt. Es ist einfach ein extrem gutes Gefühl, wenn man ein Hobby mit Menschen teilen kann, die genauso verrückt danach sind wie man selbst. Das schweißt zusammen und hilft, am Ball zu bleiben. Ehe man es sich versieht, wird aus einem Einzelsport ein Mannschaftssport, aus Tenniskollegen eine Familie. Dazu kommt, dass ich dank meines Berufes vielen Tennisenthusiasten helfen konnte und auch weiterhin dabei helfen kann, das Verletzungsrisiko zu minimieren und mit etwas Glück verletzungsfrei bis ins hohe Alter spielen zu können. Auf diese Weise kann ich den Menschen und dem Sport etwas zurückgeben.</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-42"><p><strong>Die Profis und ich</strong></p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-43"><p>2004 hatte ich das Privileg, mit meiner beruflichen Expertise im Leistungssport helfen zu dürfen. Von diesem ersten Einsatz aus blicke ich inzwischen auf gut 15 Jahre Betreuererfahrung im Profitennis zurück. Ich hatte die Ehre, die Top 10 der Weltrangliste zu versorgen – männlich wie weiblich. Es erfüllt mich mit Stolz, wenn ich mir im TV oder live ein Turnier ansehe und weiß, dass viele der teilnehmenden Spieler meine Einlagen tragen. Die Aufregung und Spannung, die einen überkommt, wenn man in der Player’s Box von Stanislas „Stan“ Wawrinka sitzt und mitfiebert – das sind unbezahlbare Momente. Zu diesen Höhenflügen gesellt sich gerne die Realität, wenn man am darauffolgenden Tag selbst auf dem Court steht und merkt, dass die eigene Rückhand nicht so gut ist wie die von Stan Wawrinka. Na gut, wenn ich ehrlich bin, sind keine meiner Schläge auch nur annähernd so gut wie die von Stan. Aber Selbsterkenntnis ist ja<br />
bekanntlich der erste Schritt zur Besserung …<br />
Neben all den aufregenden Momenten auf dem Platz und an der Seitenlinie hat mich der Sport etwas gelehrt, womit ich nicht gerechnet hatte: die Reduzierung auf das Wesentliche – Spaß! Beim Tennis kann man Fehler nicht auf Teamkameraden schieben. Man ist Held und Verlierer in einem. Da ist es schwer, seine Emotionen unter Kontrolle zu halten. Ich denke, jeder, der aktiv einen Sport betreibt oder betrieben hat, wird mir zustimmen, dass es manchmal sehr schwer ist, die Schuld nicht beim Schiedsrichter, beim Equipment oder gar beim Wetter zu suchen. Doch ich habe schnell gelernt, dass nur ein schlechter Schreiner die Schuld bei seinem Werkzeug sucht. Selbstbeherrschung war wahrscheinlich die härteste Lektion, die ich lernen musste. Nicht selten kam es vor, dass ich meinen Frust an meinem Schläger ausgelassen habe, wenn der nicht so wollte wie ich. Ich glaube, es war, nachdem ich meinen dritten Schläger ins Jenseits befördert hatte, als mich mein damaliger Trainer Stephan zur Seite nahm und dieses kurze, aber wichtige Gespräch stattfand:<br />
Stephan: „Warum bist du eigentlich hier?“<br />
Ich: „Na, um Tennis zu spielen.“<br />
Stephan: „Falsch – um Spaß zu haben!“</p>
<p>Seit diesem Tag ging nie wieder ein zerbrochener Schläger auf mein Konto. Ich habe akzeptiert, dass mein Spiel niemals perfekt sein wird. Dass ich niemals perfekt sein werde. Psychisch und physisch bin ich nicht fehlerlos, und das ist auch gut so. Denn meine Stärken und Schwächen machen mich zu dem Menschen, der ich bin, und dieser Mensch gefällt mir. Dieser Mensch kann Spaß haben, auf und neben dem Platz. Ob Sieg oder Niederlage: Wenn ich den Spaß in den Mittelpunkt stelle, gibt es nichts zu verlieren. So gesehen hat mich Tennis in zweierlei Hinsicht gerettet: zum einen körperlich-gesundheitlich, zum anderen emotional. Danke, Tennis!</p>
</div></div></div></div></div>
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		<title>Wieso ist footpower Schuld daran,  dass ich tauchen gehe?</title>
		<link>https://www.footpower.de/2016/08/05/track-training/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Administrator]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2016 16:16:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sohn des Orthopädietechnikers arbeitete hier an einer Tauchbasis und fragte mich, ob ich Lust hätte einen Schnuppertauchgang zu machen. Klar wollte ich und so ging es ab auf sechs Meter Tiefe in die bunte Korallenwelt. Ich war umringt von tausenden farbenfrohen Fischen und ich spürte – ich war in meinem Element.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-6 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-background-position:left top;--awb-border-sizes-top:0px;--awb-border-sizes-bottom:0px;--awb-border-sizes-left:0px;--awb-border-sizes-right:0px;--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:calc( 1170px + 0px );margin-left: calc(-0px / 2 );margin-right: calc(-0px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-18 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-44"><h4 class="fusion-responsive-typography-calculated" data-fontsize="48" data-lineheight="38.4px">Wieso ist footpower Schuld daran,  dass ich tauchen gehe?</h4>
<p><em>(Story von Michael Staudt)</em></p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-45"><p>2005 reiste ich mit Lothar Jahrling nach Israel. Ein Orthopädietechniker aus Tel Aviv wollte unsere Einlagentechnik erlernen. Nach der Versorgung von 30 Patienten, hatten wir Zeit das Land kennenzulernen.</p>
<p>Also sind wir für zwei Tage nach Eilat ans Rote Meer gefahren. Der Sohn des Orthopädietechnikers arbeitete hier an einer Tauchbasis und fragte mich, ob ich Lust hätte einen Schnuppertauchgang zu machen. Klar wollte ich und so ging es ab auf sechs Meter Tiefe in die bunte Korallenwelt. Ich war umringt von tausenden farbenfrohen Fischen und ich spürte – ich war in meinem Element.<br />
Zuhause hatte mich der Alltag wieder und an Tauchen war nicht mehr zu denken. Aber die Lust diesen Sport zu erlernen blieb. Fast zehn Jahre dauerte es, den Traum vom Tauchen in die Tat umzusetzen. Ich war mit meinen Kindern auf Mallorca und jeden Tag schaute ich Booten mit Tauchern zu, wie sie raus aufs Meer fuhren. Wieder zurück in Deutschland, meldete ich mich für den Grundtauchschein an. Hier wird erstmal im Pool, also quasi unter kontrollierten Bedingungen und damit sicher, der Umgang mit dem Tauchgerät erlernt, bevor es ins Meer oder in den See geht.</p>
</div><div class="fusion-image-element" style="--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-11 hover-type-none"><img decoding="async" width="1000" height="700" alt="Michael Staudt, Taucher" title="footpower-power-tauchen.jpg" src="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-power-tauchen.jpg.webp" class="img-responsive wp-image-2346" srcset="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-power-tauchen.jpg-200x140.webp 200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-power-tauchen.jpg-400x280.webp 400w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-power-tauchen.jpg-600x420.webp 600w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-power-tauchen.jpg-800x560.webp 800w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-power-tauchen.jpg.webp 1000w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 800px" /></span></div><div class="fusion-text fusion-text-46"><h4>„Jetzt hatte ich vollends Blut geleckt&#8230;“</h4>
</div><div class="fusion-text fusion-text-47"><p>&#8230;und buchte gleich den nächsten Step, den sogenannten Bronze oder auch 1-Stern Tauchschein. Das ist die Lizenz, die dazu berechtigt zusammen mit einem Tauchpartner zu tauchen. Ich kann mich noch gut an meinen ersten Tauchgang im See erinnern: Nur zwei Meter Sicht und das Wasser war grün. Ich war so aufgeregt und hatte alle Hände voll damit zu tun meine Tarierung zu halten. Tarieren bedeutet, das zu erfahren, was sonst nur der Astronaut in der Schwerelosigkeit erlebt: Schweben. Unter Wasser muss man lernen, dass Luft Auftrieb erzeugt und das ganze Tauchgerödel Abtrieb. Wenn beides im sogenannten hydrostatischen Gleichgewicht ist, schwebt man. Ein unglaubliches Gefühl und eine absolut andere Welt.<br />
Sehr bald trat ich einem Verein, dem Grün-Weiß- Gießen bei, hier gibt es viele Gleichgesinnte und Tauchlehrer. Vor allem einer der Lehrer und guter Freund, Tom Baier, hat meine taucherische Ausbildung und Leidenschaft wesentlich geprägt. Nachdem ich die nächsten beiden Sterne, Silber und Gold als Brevet erhalten hatte, habe ich meine Lieblingstauchart entdeckt – das Kreislauftauchen oder auch Rebreather genannt. Hier wird die ausgeatmete verbrauchte Luft nicht ins Wasser „verblasen“, sondern in einem auf dem Rücken befindlichen Kalkbehälter zunächst vom Kohlendioxid befreit und anschließend mit Sauerstoff angereichert. Man atmet also die gleiche Luft wieder ein. Diese Art der Sauerstoffversorgung erlaubt geräuschlose und deutlich längere Tauchgänge als es durch die Nutzung von Pressluftflaschen möglich ist.<br />
Mein schönstes Erlebnis war im Juni 2017 auf Socorro, einer kleinen Inselgruppe mitten im Pazifik. Der Topspot heißt Rocca Patida. Hier ragt ein Fels aus dem Wasser, der dem Kopf eines Mantas gleicht. Genau diese Tiere erlebt man live, steckt man seinen Kopf unter Wasser. In etwa drei Meter Wassertiefe die Ausrüstung und den Tauchpartner checken und schon kann man den Blick in einer faszinierenden Welt umherschweifen lassen: Da ist ein fetter Schwarm dicker, grimmig dreinschauender Makrelen, in dem man sich plötzlich mittendrin befindet. Ab und an peitschen Gelbflossentunfische durch das schwimmende „Rudel“. Am Rand tauchen die ersten Haie auf und ziehen ruhig ihre Bahnen. Und dann, auf einmal sind sie da! Giant-Mantas mit ihren bis zu sieben Meter Spannweite – unglaublich beeindruckend. Die Planktonfresser kommen ebenso wie die Haie zu diesem Ort, um sich von kleinen Putzerfischen die Schmarotzer abpflücken zu lassen. Es gibt hier quasi einen Nichtangriffspakt unter den Tieren. Man kommt, lässt sich reinigen und schwimmt wieder weiter. Bis zu fünf Mantas umkreisten uns gleichzeitig. Man hängt mitten im Blauwasser und wartet einfach, bis einer dieser riesigen Tiere heranschwebt und einen mit nur 30 cm Abstand im Zeitlupentempo überfliegt, um zum nächsten Taucher zu entschwinden.</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-48"><h4>„Ein unglaubliches Gefühl und eine absolut andere Welt.“</h4>
</div><div class="fusion-text fusion-text-49"><p>Der Tauchgang geht weiter, vorbei an schlafenden Weißspitzenhaien. Diese Haiart verpennt einfach den Tag in Mulden am steil bergabfallenden Tauchspot und geht erst bei Dämmerung auf Jagd. Weiter geht es, um die felsige Erhebung im Wasser herum, als plötzlich eine unserer Taucherinnen einen Schrei ausstößt und mit ihren Arm nach oben deutet. Dort schwimmt majestätisch und ganz langsam ein großer Walhai heran. Diese Tiere werden bis zu 18 Meter lang. Wir arbeiten uns aus einer Tiefe von 25 Metern langsam Richtung Oberfläche, um dieses Tier aus der Nähe zu betrachten. Wir kommen uns auf einmal ganz klein und unbedeutend vor – sind unendlich dankbar alles live und in Farbe erleben zu dürfen.</p>
<p>Ich freu mich auch schon auf das nächste Mal in Kroatien. Dort kann man auf einer kleinen Insel mit dem Namen Vis wunderbar „technisch” tauchen – das bedeutet, lange und tief. Vor Kroatien liegen unglaublich viele Wracks. Die Tauchgänge zu den historischen Schiffen benötigen jedoch eine besondere Planung, denn die Tauchtiefe verhindert ein schnelles Auftauchen. Sogenannte Dekostufen müssen eingehalten werden. Zum Tauchen wird zudem keine Pressluft, sondern ein Heliumgemisch verwendet. Dazu muss man wissen, dass Sauerstoff ab einem gewissen Partialdruck toxisch wirkt und der Stickstoff in der Atemluft eine sogenannte Stickstoffnarkose auslösen kann. Wenn man den Umgang mit dieser Technik beherrscht, kann man unglaublich Spannendes erleben. So durfte ich z.B. bei einer Erstbetauchung dabei sein um das verschollene Schiff SS Maris in 75 Metern Tiefe wiederzuentdecken. Unter den Ersten zu sein, die das Schiff fast 90 Jahren nach dem Untergang besuchen, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Die 30 Minuten Grundzeit am Schiff erkauft man sich jedoch mit 160 Minuten Dekozeit. So lange braucht es, bis man den Kopf wieder aus dem Wasser stecken darf, ohne dass der Körper einem das krumm nimmt. Mir macht das Tauchen soviel Spass, dass ich mittlerweile als Tauchlehrer anderen diese unglaubliche Welt zeige und ihnen mein Wissen weitergebe. Genauso wie ich mich als Referent in der footpower-Akademie dafür begeistere, unser Spezialwissen an Teilnehmer weiterzugeben.</p>
<p>(Redaktion: Heute ist Michael erfahrender Tauchlehrer, leidenschaftlicher Tec-Taucher mit Tauchtiefen von über 100 Metern und unterwegs in vielen Teilen der Welt)</p>
</div></div></div></div></div>
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		<title>Bist Du irre? Warum machst Du sowas?</title>
		<link>https://www.footpower.de/2016/08/05/warum_machst_du_sowas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Administrator]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2016 16:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Plötzlich verstummt das Zirpen der Grillen und ein mechanisches Surren wird lauter. Dann pfeift ein kleiner Orkan durch meine Klamotten. Eine Legende ist da: Die Pilatus Porter. Der fliegende Transporter mit Kultstatus. Jetzt geht alles sehr schnell. Schiebetür auf, acht Leute rein und los gehts auf die Startbahn. Keine 5 Minuten später blicke ich von oben auf meine Heimat.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-7 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-background-position:left top;--awb-border-sizes-top:0px;--awb-border-sizes-bottom:0px;--awb-border-sizes-left:0px;--awb-border-sizes-right:0px;--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:calc( 1170px + 0px );margin-left: calc(-0px / 2 );margin-right: calc(-0px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-19 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:15px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-50"><h4 class="fusion-responsive-typography-calculated" data-fontsize="48" data-lineheight="38.4px">Bist Du irre? Warum machst Du sowas?</h4>
<p><em>(Story von Thomas Schmidt)</em></p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-51"><p>Ich stehe mit einem Kumpel am Rand einer Rollbahn und blicke entspannt in Richtung Sonnenuntergang. Ein fantastischer Sommerabend mitten im Grünen geht zu Ende. Die Sonne beginnt sich zu verabschieden, indem sie alles in ein orangenes Licht taucht. Plötzlich verstummt das Zirpen der Grillen und ein mechanisches Surren wird lauter. Dann pfeift ein kleiner Orkan durch meine Klamotten. Eine Legende ist da: Die Pilatus Porter. Der fliegende Transporter mit Kultstatus. Jetzt geht alles sehr schnell. Schiebetür auf, neun Leute rein und los gehts auf die Startbahn. Keine fünf Minuten später blicke ich von oben auf meine Heimat. Einfach schön, die hessische Landschaft.</p>
</div><div class="fusion-image-element" style="--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-12 hover-type-none"><img decoding="async" width="1000" height="700" alt="Fallschirm" title="footpower-giessen-power-kundenmagazin.jpg" src="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-giessen-power-kundenmagazin.jpg.webp" class="img-responsive wp-image-2351" srcset="https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-giessen-power-kundenmagazin.jpg-200x140.webp 200w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-giessen-power-kundenmagazin.jpg-400x280.webp 400w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-giessen-power-kundenmagazin.jpg-600x420.webp 600w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-giessen-power-kundenmagazin.jpg-800x560.webp 800w, https://www.footpower.de/wp-content/uploads/2016/08/footpower-giessen-power-kundenmagazin.jpg.webp 1000w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 800px" /></span></div><div class="fusion-text fusion-text-52" style="--awb-margin-top:30px;"><p>Im Flieger gemischte Stimmung. Die einen unterhalten sich fröhlich scherzend, andere sind etwas blass um die Nase und blicken angespannt in die Runde. Jeder hat so seine eigene Methode mit der Anspannung umzugehen.  Der Anlass für den Flug ist für beide Gruppen derselbe und wird nach etwa  20 Minuten Flugzeit im wahrsten Sinne offen-sichtlich. Udo, der Pilot, drosselt den die Turbine und die Pilatus wird spürbar langsamer. Kurz darauf lächelt er und nickt einmal kurz. Das war für alle das Zeichen. „EXIT!” rufen einige  im Chor und einer der Jungs an der Schiebetür öffnet fast die komplette Seitenfront  der Flugzeugkabine. Unter uns 4.000 Meter nix – außer Luft und die  hessische Landschaft. Schwupps, sind die ersten durch die Tür verschwunden  und fallen nach unten. Jetzt sind wir dran. Ich klettere durch die Tür nach  draußen in den Wind, stehe auf einem Trittbrett und halte mich an einer  Reling fest. Mein Kumpel hängt sich neben mich, eine Hand an der Reling,  die andere an einer Griffleiste meiner Sprungkombi. ”Ready – set – gooo!”  und schon fallen wir zusammen durch die Luft. Die Beschleunigung nimmt spürbar zu  und nach wenigen Sekunden spürt man die volle Anströmung der Luft von unten. Fühlt sich an wie Fliegen.  Wir lösen die Griffe und fliegen auf gleicher Höhe frei voreinander. Zwischendurch  immer wieder der schnelle Blick auf den Höhenmesser an der linken  Hand. Jetzt das einstudierte Formati0ns-Programm: Greifen, loslassen, linksdrehen, greifen,  rechtsdrehen … Hey, das klappt diesmal erstaunlich gut. Mit ein wenig mehr als 130 Sprüngen gilt man im Fallschirmsport noch als Anfänger. Umso  mehr freuen wir uns über das Gelingen. Was auf Youtube nach „ey, total easy  Alter” aussieht, ist im echten Freifall  mitunder sauschwer und braucht  viel Übung. Was dagegen total leicht  funktioniert, ist das „Pullen” – im allgemeinen  als „Reißleine  ziehen” bekannt.</p>
<p>Nachdem wir uns in vereinbarter  Höhe weit genur voneinander getrennt haben,  öffne ich auf 1.000 Meter Höhe meinen  Fallschirm und checke was mir so  beigebracht wurde. Schirm ok? Offensichtlich  ;-).  Auf Kollisionskurs mit  anderen Springern? Alles gut, mein  Kumpel ist weit entfernt. Höhenkontrolle?  OK, wäre noch hoch genug  für das Abtrennen des Hauptschirms  und die Reserveöffnung. Blick nach  unten? Danke Udo, wieder topp abgesetzt:  Der Flugplatz ist direkt unter  mir. Wind- und Landerichtung checken  und zwischendurch immer wieder  Landschaft und Sonnenuntergang genießen. Nach ein paar Minuten Flugzeit zeigt der Höhenmesser 300 Meter.  Alles klar, los gehts mit dem vorgegebenen Landeanflug. So sehr die Fallschirmspringer  gerne auch als die Punker der Lüfte gesehen werden, vieles ist gut reguliert und folgt einer Sicherheitslogik – so auch das Prinzip des Landeanflugs nach vorgegebenen Muster. Ich bin bei 100 Meter Höhe angekommen und peile die Landewiese vor mir an. Oha – heute kaum Gegenwind. Also geht alles mit  deutlich mehr Vorwärtsfahrt nach unten. Jetzt den Schirm mit den Steuerleinen  sanft abfangen und abbremsen. Ich stehe glücklich auf der Wiese. Warum ich diesen Irrsinn  mache? <strong>„Weil ich es will!”</strong></p>
<p>(Redaktion: Inzwischen sind aus den 130 über 1.300 Sprünge geworden. Thomas ist heute Sprunglehrer und Wettkampfspringer in einem 4-Way-Formation-Team)</p>
</div></div></div></div></div>
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